Grammys Outfits 2026: Dark Elegance trifft Skin-Season
Durchsichtig, Black-Beauty und Wild-Life – die Grammys Outfits 2026 sorgen für Aufregung. Ebenso wie der Rest der Verleihung. Es war laut. Es war emotional. Es war politisch. Und manchmal auch einfach nur komplett absurd.
Grammys Outfits: Glitzer, Corsagen, Cape-Momente
Los Angeles hat wieder geleuchtet – aber nicht nur im Sinne von Blitzlicht und Diamanten. Die Grammys 2026 waren eine dieser Nächte, die sich anfühlen wie ein Popkultur-Shortcut: Alles passiert gleichzeitig, jede Szene ist Meme-verdächtig, jede Rede kann plötzlich politisch werden, und auf dem Red Carpet kämpfen „Dark Elegance“ und „X-Rated Daring“ um die gleiche Schlagzeile.
Die 68. Grammy Awards wurden im Crypto.com Arena verliehen, Trevor Noah moderierte zum sechsten Mal in Folge. Was sonst noch passierte? Bad Bunny gewinnt Album of the Year und weint. Billie Eilish gewinnt Song of the Year, wird zensiert und bleibt trotzdem die lauteste Person im Raum.
Kendrick Lamar nimmt gefühlt alles mit, was nach Rap riecht – und bekommt am Ende sogar einen Record-of-the-Year-Moment, den Cher fast in eine komplette Parallelrealität schiebt. Lady Gaga sammelt Grammys wie andere Leute Lippenstifte und performt „Abracadabra“ als Nebel-Rock-Drama.
Und über allem liegt ein Thema, das sich durch die ganze Nacht zieht: Protest gegen ICE, sichtbar auf Pins, hörbar in Reden, und so präsent, dass selbst die TV-Zensur irgendwann nur noch hinterherhecheln kann.
Grammy-Vibes: Wenn ein Abend ein ganzes Musikjahr einsammelt
Die Grammys sind nicht einfach nur eine Preisverleihung. Sie sind Statussymbol, Streitpunkt und Zeitgeist-Barometer in einem. Wer hier gewinnt, wird nicht nur ausgezeichnet – der bekommt ein kulturelles Stempelchen auf die Stirn: relevant. wichtig. „dieses Jahr geprägt“.
Und klar: Die Academy liegt nicht immer goldrichtig. Aber die Grammys sind genau deshalb so ein Magnet, weil sie gleichzeitig ernst und komplett drüber sind. Musikbusiness mit Hochglanzfilter. Kunst, Ego, große Gefühle, große Inszenierung.
Und jedes Jahr diese Frage: Geht es heute um Musik – oder um den Moment? Die Antwort ist meistens: beides. Und 2026 war ganz eindeutig ein Jahr der Momente.
Grammys 2026: Eine Nacht zwischen Couture, Chaos und Protest
Die größten Gewinner und relevantesten Awards des Abends zusammengefasst:
Der wichtigste Preis des Abends, Album of the Year, ging an Bad Bunny mit „DeBÍ TiRAR MáS FOToS“. Und das war nicht nur „nice, Congrats“. Das war einer dieser Siege, die nach etwas Größerem aussehen: globaler Pop, Latin Sounds, Cultura als Mainstream – nicht als Randnotiz.
Bad Bunny war sichtbar überwältigt, saß erst da, Kopf in der Hand, Tränen. Und man merkte: Für ihn ist das nicht nur eine Trophäe, das ist ein Symbol. Dann seine Rede: Er widmete den Award allen Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, um ihren Träumen zu folgen. Ein Satz, der hängen bleibt.
Kendrick Lamar war der zweite Fixstern dieser Nacht. „luther“ mit SZA gewann Record of the Year, und Kendrick nutzte den Moment, um Luther Vandross zu würdigen – dessen Stimme im Track gesampelt wird. Ein eleganter, respektvoller Moment, der aus einem Award eine kleine Musikgeschichtsstunde macht.
Und dann Billie Eilish: Song of the Year für „Wildflower“, gemeinsam mit Bruder FINNEAS. Billie war emotional, aber nicht leise. Sie sprach über Hoffnung, darüber, wie schwer es ist, gerade die richtigen Worte zu finden – und endete in einem klaren Anti-ICE-Statement inklusive Fluch, der im TV weggepiept wurde. Das Publikum im Raum reagierte nicht mit peinlichem Schweigen, sondern mit Support.
Lady Gaga wiederum war Lady Gaga. Sie gewann Best Pop Vocal Album für „MAYHEM“, holte außerdem Dance-Pop-Preise für „Abracadabra“ – und setzte auf der Bühne wieder den Standard dafür, wie man Pop in Theater verwandelt, ohne dass es sich nach Musical-Club anfühlt.
Nebel, minimale Beleuchtung, ein riesiger schwarzer Hut, rote Elemente, ein Gehstock, dramatisches Fallen auf die Bühne, Keyboard, Rock-Arrangement. Gaga hat nicht performt. Sie hat ein Setting gebaut.
Du willst wissen, wer sonst noch was gewonnen hat? Scroll bis ans Ende des Beitrags – da findest du eine Übersicht aller Gewinner und Gewinnerinnen.
Grammys Outfits: Die Looks, die morgen noch im Feed sind
Kommen wir zum spannenden Nebenschauplatz der Verleihung: der Red Carpet und der Style der Celebrities.
Best and worst dressed:
Sabrina Carpenter in Valentino war überraschend zart. Nicht die laute, freche Sabrina, sondern eine Version, die fast schon schüchtern wirkt – knapp vorm Puppenhaus-Charme, mit einem kleinen Achtziger-Twist.
Das transparente Mini-Cape: süß. Der stark gerüschte Stufenrock: leider sehr „Tagesdecke“.
Zara Larsson in Germanier ging tropisch. Ein Look, der auf dem Papier riskant ist, in echt aber zumindest einen Punkt glasklar erfüllt: sie sieht heiß aus. Das Gold poppt, der Rock ist tatsächlich schön.
Und ja, man bekommt auch ein bisschen „Hostess in einer Resort-Bar“-Energie. Man kann das kritisieren. Man kann’s auch als Fun nehmen.
Rosé in Saint Laurent kam supercute im little black dress – aber diese riesigen Taschen/Satteltaschen waren so out of proportion, dass der Look sich selbst sabotiert. Pockets: lieben wir. Aber nicht in dieser Größenordnung.
HUNTR/X – also REI AMI, EJAE und Audrey Nuna – waren ein Red-Carpet-Highlight, weil jede ihren eigenen Stil ausleben durfte und es trotzdem zusammenpasste. REI AMI in Guvanch als Fantasy-Moment,
EJAE in Dior maximal klassisch, Audrey Nuna in Thom Browne glitchy und weird auf die beste Art. Koordiniert, aber nicht uniformiert.
Sombr in Valentino hält die Tradition hoch: pretty man + Glitzer + Disco-Ball-Energie. Die roten Akzente in den Sequins sind der Trick. Die Schuhe sind nicht der stärkste Teil, aber das Gesamtbild sitzt.
Grammys Outfits: Das war kein Dresscode. Das war ein Mood
Bad Bunny in Schiaparelli Couture ist ein echter Popkultur-Moment: Er ist der erste Mann überhaupt in Schiaparelli Couture – und trotzdem trägt er keinen offensichtlichen Kostüm-Look, sondern einen Velvet-Tuxedo, der hinten mit corseted back plötzlich komplett anders liest. Man denkt kurz „klassisch“. Dann kommt der Twist. Und der Twist ist: wow.
Billie Eilish in Hodakova bringt diese typische Billie-Defiance mit, dieses „ich spiele nicht nach euren Regeln“. Aber der Look ist zu viel: zu viele Ärmel, zu viele Gürtel, zu viele Layer.
Die Idee – deconstructed Menswear – ist klar. Nur wirkt sie hier eher überwältigt als empowered.
Olivia Dean in Chanel hat diese klassische Eleganz, die eigentlich ein easy win sein könnte.
Leider macht die Konstruktion nicht mit: der Rock sitzt zu tief, die Feather-Details sind ungünstig platziert, das Bodice wirkt wie Bodysuit, der Rock will Ballgown sein. Top und Bottom sprechen nicht miteinander.
PinkPantheress in Vivienne Westwood bringt eine zerlegte Eleganz, die fast schon poetisch wirkt. Ein bisschen zu viel, an ein paar Stellen noch nicht ganz sortiert – aber die Farben sind wunderschön, und das Styling zieht den Look sauber nach oben.
Kelsea Ballerini in Etro hat den „Ich-bin-selbst-die-Trophäe“-Moment perfektioniert: Gold, stark verziert, aber schlank geschnitten – dadurch wirkt sie nicht überladen.
Die Haare genauso glatt und klar. Und das Paisley-Detail gibt dem Glam noch einen leichten Boho-Schimmer obendrauf.
Lady Gaga in Matières Fécales liefert Black-Swan-Chaos, aber überraschend zurückgenommen – für ihre Verhältnisse. Für alle anderen wäre das komplett drüber, bei ihr wirkt es wie ein klassischer Diva-Moment.
Und genau das ist ihr Trick: Sie lässt Dinge selbstverständlich aussehen, die objektiv alles andere als normal sind.
Zwischen Kunst und Industrie: Das Grammys-Paradox
Laufey in Miu Miu ist „Lavendel-Love“ – leider nicht im guten Sinn. Lavendelfarbener Lidschatten zum Lavendelkleid: okay.
Aber der Ausschnitt ist zu breit, das Oberteil sitzt nicht sauber und die Verzierungen wirken seltsam platziert. Zu viel Deko, zu wenig Struktur.
Doechii in Roberto Cavalli ist maximal provokant – aber das Kleid selbst wirkt leider einfach unschön: grelle Farben, zu viel lila Satin, und der transparente Brustbereich sieht im Vergleich zum Rest zu dünn und wacklig aus.
Aus der Reihe tanzen ist absolut okay – nur bitte nicht auf Kosten des Kleids.
Kesha in Atelier Biser sieht aus, als hätte jemand Federn ohne Plan übereinander geschichtet. Groß, formlos, wie ein Haufen.
Es hat etwas Muppethaftes – nur leider nicht auf die charmante Art.
Halle Bailey in Paolo Sebastian ist stille Eleganz in einer gerade ziemlich lauten Welt. Korsettierte Silhouette, sanfter Glanz, viel Ruhe in der Haltung.
Vielleicht einen Tick zu stark verziert – aber sie trägt es so makellos, dass es am Ende völlig egal ist.
Miley Cyrus in Celine ist… odd. Da ist diese Jacke voller Zeug und Flair – und darunter ’90s office-manager pants mit Slingbacks.
Ein Look, der gleichzeitig nach Throwback und nach „warum?“ schreit.
Teyana Taylor in Tom Ford ist der Moment, in dem jemand auf den Red Carpet kommt und die Temperatur im Raum verändert.
Sie kam spät, was nur Sinn ergibt, wenn man weiß, dass sie den Teppich shutdownen wollte. Fashion auf höchster Stufe, und sie macht’s easy. Oscar-Campaign-Energie trifft Grammys.
Justin Bieber in Balenciaga und Hailey Bieber in Alaïa liefern erwachsenen Minimalismus. Sein weiter Schnitt funktioniert richtig gut – nur der Schuh dürfte gern etwas weniger zart sein.
Hailey macht Schlichtheit dagegen wie Luxus pur. Zusammen wirken sie souverän, entspannt und sehr stilsicher.
Grammys Outfits: Best Dressed, Worst Dressed, Wild Dressed
X-Rated Daring Looks
Letztes Jahr war der Grammys-Schockmoment Bianca Censori: komplett nackt, fast jail time, weltweite Debatte über Provokation, Consent, Shock Value. 2026 gab’s kein Streaking – aber die Inspiration war deutlich spürbar. Haut war plötzlich nicht nur erlaubt, sondern Trend.
Chappell Roan setzte mit ihrem gewagten Mugler-Look ein klares Zeichen: durchsichtig, kaum bedeckt, extrem tiefer Rücken, Tattoo sichtbar – und das Ganze mit voller Selbstsicherheit getragen.
Später wechselte sie in einen deutlich zurückhaltenderen Look, als sie den Preis für Best New Artist an Olivia Dean überreichte. Aber der erste Auftritt? Der bleibt hängen.
Heidi Klum brachte den „Körper als Vorlage“-Moment: ein hautfarbenes Lederkleid, als Abformung ihres eigenen Körpers, glänzend lackiert auf Hautton.
Das ist gleichzeitig Kunstprojekt, Provokation – und natürlich perfekt fürs Social Media.
Karol G war in einem see-through blue lace Paolo Sebastian Gown unterwegs, mit corset drunter. Viel Haut, viel Glam.
Addison Rae machte den Underwear-Reveal mit einem Alaïa-Dress, dass zuerst harmlos wirkt und dann plötzlich „Marilyn Moment“ spielen will.
Grammys 2026: Nicht nur Style, auch Statement
Wenn Style zum Statement wird
Ein roter Faden dieser Grammys war Protest gegen ICE und gegen die harte Immigration-Politik der zweiten Trump-Administration. Und das war nicht nur „eine Person sagt was“. Das war kollektiv. Sichtbar. Wiederholt. Mit Ansage.
Justin und Hailey Bieber trugen „ICE OUT“-Pins auf dem Red Carpet. Ebenso Joni Mitchell, Kehlani, Jason Isbell, Bon Iver’s Justin Vernon und andere.
Billie Eilish ging nach ihrem Song-of-the-Year-Gewinn auf die Bühne und sagte sinngemäß: Sie wisse gar nicht, was man gerade sagen solle – aber sie wolle Hoffnung spüren und weiter protestieren, weil Stimmen zählen.
Dann kam der Moment, in dem sie ICE beschimpfte – CBS zensierte mehrere Sekunden.
Kehlani hatte schon vorher, noch bevor die Show im TV richtig rollte, in ihrer Rede nach ihren ersten R&B-Wins betont, dass Künstler als Community gegen Ungerechtigkeit zusammenstehen sollten – und endete ebenfalls mit einem Anti-ICE-Fluch.
Bad Bunny war gleich mehrfach deutlich: Beim ersten Podium sagte er „ICE out“, bevor er sich überhaupt bedankte. Später, bei Album of the Year, widmete er den Preis Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, um Träume zu verfolgen. Das war kein Nebensatz. Das war Kern.
Das Grammy-Prinzip: Auszeichnungen, Aufreger, Augenblicke
On Stage and the Red Carpet: Performances, Setpieces und diese sehr spezielle Grammys-Energie
Lady Gaga eröffnete ihre „Abracadabra“-Nummer im Nebel, mit minimalem Licht, in einem Look mit großem schwarzem Straw-Hat, roten Elementen, feathery Top, schimmerndem Rock, Stock in der Hand. Sie wechselte zwischen Keyboards, Gesang, Drama. Fiel auf den Boden. Standing Ovation am Ende.
Sabrina Carpenter performte „Manchild“ früh am Abend mit Airport-Setting, „Sabrina Carpenter Airlines“-Stitching, Kofferwagen, Kofferberge, Choreo. Sie kletterte auf ein Flugzeug-Prop und hielt am Ende eine weiße Taube. Pop ist manchmal albern. Hier war es konsequent. Und dadurch stark.
Justin Bieber performte „Yukon“ als stripped-down Moment: nur Shorts und Socks, Spotlight, Gitarre. Still. Intim. Aber auch ein wenig verwirrend: Warum zeigt er sich beinahe nackig auf der Bühne. Dennoch: Standing Ovation. Hailey schaute von unten zu – very proud, very supportive.
Grammys: Eine Nacht voller Musik, Ereignisse und Aufregung
Rosé und Bruno Mars eröffneten die Show mit „APT.“ – energisch, mitreißend. Mars an der Gitarre im klassischen Anzug, Rosé in schwarzer High-Waist-Hose, kurzem Top und locker gebundener Krawatte. Ein Auftakt, der den Saal sofort hatte.
Danach folgte das große „Best New Artist“-Bühnenpaket: The Marías legten vor, Addison Rae kam erst auf einem Truck angefahren und zeigte dann deutlich mehr Haut, Katseye brachten mit „Gnarly“ Tempo rein. Leon Thomas spielte mit Gitarre und Band, Alex Warren bekam das Publikum mit Handylichtern zum Leuchten, Lola Young saß am Klavier.
Olivia Dean tanzte sich im roten Minikleid durch ein goldglänzendes Bühnenbild, Sombr beendete das Ganze im kurzen Glitzerjackett – inklusive Abstecher ins Publikum bis zu Queen Latifah.
Später stand Bruno Mars noch einmal auf der Bühne und performte „I Just Might“ in einem komplett roten Setup, Herz-Requisite inklusive. Tyler, The Creator machte daraus anschließend einen kleinen Kurzfilm: Werkstatt-Kulisse, mehrere Outfitwechsel, ein überraschender Auftritt von Regina King mit einer kurzen Ansprache – und zum Schluss eine Explosion. Voll auf die Zwölf.
Und dann wurde es ernst: Im „In Memoriam“-Teil sang Reba McEntire „Trailblazer“ und erinnerte auch an Brandon Blackstock. Ozzy Osbourne wurde mit „War Pigs“ geehrt, gesungen von Post Malone, begleitet von Slash, Duff McKagan, Chad Smith und Andrew Watt.
Lauryn Hill widmete Roberta Flack einen großen Moment, gemeinsam mit Wyclef Jean („Killing Me Softly“), außerdem waren John Legend und Chaka Khan beteiligt. Auch D’Angelo bekam ein Tribut – Hill sang Auszüge seiner Songs und „Nothing Even Matters“. Eine Passage, die den Glamour kurz leiser gestellt hat. Und genau dadurch getroffen hat.
Das Finale? Das fühlte sich an wie eine Comedy-Sketch-Version der Grammys.
Cher sollte eigentlich Record of the Year überreichen – und schon das lief schief, bevor es richtig losging. Sie kam auf die Bühne, bekam erst noch ihren Lifetime-Achievement-Moment dazwischengeschoben, ging dann ab, musste von Trevor Noah wieder zurückgerufen werden, weil sie ja auch noch den Award präsentieren sollte. Man merkte: Sie war nicht ganz im Ablauf.
Dann stand sie wieder da, hob an mit „And the Grammy goes to…“ – und hielt plötzlich inne. Ein unangenehm langer Moment. Cher starrte nach vorn und sagte sinngemäß, man habe ihr erzählt, der Name würde auf dem Teleprompter stehen. Tat er aber nicht. Also blieb ihr nur der Umschlag in der Hand.
Sie öffnete ihn, schaute rein – und rief dann völlig überzeugt: „Luther Vandross!“ (in ihrer Version sogar etwas verdreht ausgesprochen). Problem: Luther Vandross ist seit 20 Jahren tot. Kendrick Lamar, der mit SZA für „luther“ gewonnen hatte, fing direkt an zu lachen, weil er sofort begriff, wie es zu diesem Versprecher kam: Der Song heißt nun mal „luther“ und ist eine Hommage an Vandross.
Cher realisierte ihren Fehler erst im nächsten Moment, lachte selbst, korrigierte sich und sagte dann: „Oh no, Kendrick Lamar!“ Während Kendrick und SZA nach vorn kamen, lief das Ganze schon wie ein Comedy-Clip in Echtzeit: Publikum amüsiert, Kendrick grinsend, Internet natürlich sofort im Vollrausch. Und ja: Genau daraus entstehen diese typischen Grammys-Momente, die am Ende größer werden als der eigentliche Preis.
Preisverleihung? Eher Popkultur-Checkpoint des Jahres
Grammys 2026 behind the scenes: Die Viral-Momente abseits der Kameras
Und weil Grammys 2026 nicht nur Bühne, sondern auch Backstage-Social-Machine waren, gab es diese Off-Cam-Momente, die danach fast noch größer wurden als die Awards selbst.
Justin und Hailey Bieber wurden in einem viral clip beim Chat mit Bad Bunny gefilmt. Laut Lipreader ging es um ein mögliches „We can take you out, if you want“ – Bad Bunny so: „Bro, I’m up for that.“ Am Ende: „Okay, I’ll let you know.“ Ob Afterparty oder Future Hangout: egal. Der Clip war der Punkt.
Billie Eilish hatte ein richtig schönes Wiedersehen mit Sabrina Carpenter – erst Umarmung, dann direkt diese Sorte Gespräch, bei der man merkt: Da wird gerade ordentlich ausgetauscht. Sabrina im silbernen Fransen-Look, Billie zwischendurch unterwegs in der Arena, überall kurze Stopps, überall Fotos – unter anderem auch ein Gruppenbild mit Bad Bunny und Miley Cyrus.
Und am Tisch gab’s dann den nächsten kleinen Star-Moment: Chad Smith von den Red Hot Chili Peppers und Charlotte Lawrence kamen vorbei und wollten unbedingt noch schnell ein Foto mit Billie und FINNEAS.
Chappell Roan wirkte starstruck neben Lady Gaga, die beiden hielten Hände, intime Conversation, Chappell smiling ear-to-ear. Gaga wurde später auch in einem rührenden Moment mit Sharon und Kelly Osbourne gesehen – nach dem Ozzy-Tribute.
Miley Cyrus tauchte auf einem Foto mit Jelly Roll auf – und zack, ging das Rätselraten los, ob da vielleicht was zusammenbraut. Joni Mitchell lief in einem goldglänzenden Outfit rum, sah komplett groß aus und quatschte entspannt mit Brandi Carlile. Und Kelsea Ballerini war kurz die Red-Carpet-Retterin: Sie half Lainey Wilson ganz selbstverständlich beim Cowboyhut. Kleiner Moment, großer Charme.
Und dann gab’s noch die Szene am Tisch mit Trevor Noah und Justin Bieber: Noah machte seine Witze, Hailey lachte höflich mit – Justin hingegen blieb auffällig ernst. Als Noah am Ende nach einem Rabattcode für Haileys Rhode-Lip-Tint fragte, verzog Justin das Gesicht.
Das Internet natürlich sofort: „Haben die Stress?“ In seinen Notizen taucht sogar eine Körpersprache-Einschätzung dazu auf – Mini-Drama, aber genau diese Nebenhandlung, die die Grammys so lieben.
Und als Bonus-Charakter des Abends: Gesaffelstein. Er gewann für den „Abracadabra“-Remix, kam wie immer komplett in Schwarz, mit Maske, roboterhaften Handschuhen und Smoking. Preis eingesackt, Look abgeliefert, Rätselmodus an.
Grammys Outfits: Der Red Carpet als zweites Hauptprogramm
Gewinner und Gewinnerinnen 2026
Big Four | |
|---|---|
Album of the Year | Bad Bunny – DeBÍ TiRAR MáS FOToS |
Song of the Year | Billie Eilish – WILDFLOWER |
Record of the Year | Kendrick Lamar feat. SZA – luther |
Best New Artist | Olivia Dean |
Pop | |
|---|---|
Best Pop Solo Performance | Lola Young – Messy |
Best Pop Duo/Group Performance | Cynthia Erivo & Ariana Grande – Defying Gravity |
Best Pop Vocal Album | Lady Gaga – MAYHEM |
Best Dance Pop Recording | Lady Gaga – Abracadabra |
Dance / Electronic | |
|---|---|
Best Dance/Electronic Recording | Tame Impala – End Of Summer |
Best Dance/Electronic Album | FKA twigs – EUSEXUA |
Best Remixed Recording | Lady Gaga – Abracadabra (Gesaffelstein Remix) |
Rock / Metal / Alternative | |
|---|---|
Best Rock Performance | YUNGBLUD feat. Nuno Bettencourt, Frank Bello & Adam Wakeman II – Changes (Live From Villa Park / Back To The Beginning) |
Best Metal Performance | Turnstile – BIRDS |
Best Rock Song | Nine Inch Nails – As Alive As You Need Me To Be |
Best Rock Album | Turnstile – NEVER ENOUGH |
Best Alternative Music Performance | The Cure – Alone |
Best Alternative Music Album | The Cure – Songs Of A Lost World |
R&B | |
|---|---|
Best R&B Performance | Kehlani – Folded |
Best Traditional R&B Performance | Leon Thomas – Vibes Don’t Lie |
Best R&B Song | Kehlani – Folded |
Best Progressive R&B Album | urand Bernarr – BLOOM |
Best R&B Album | Leon Thomas – MUTT Best Rap Performance |
Rap | |
|---|---|
Best Rap Performance | Clipse, Pusha T & Malice feat. Kendrick Lamar & Pharrell Williams – Chains & Whips |
Best Melodic Rap Performance | Kendrick Lamar with SZA – luther |
Best Rap Song | Kendrick Lamar feat. Lefty Gunplay – tv off |
Best Rap Album | Kendrick Lamar – GNX |
Weitere große Kategorie-Momente:
Producer of the Year (Non-Classical): Cirkut
Songwriter of the Year (Non-Classical): Amy Allen
Best Music Video: Doechii – Anxiety
Best Music Film: Music by John Williams (über John Williams)
Best Traditional Pop Vocal Album: Laufey – A Matter Of Time
Best Latin Pop Album: Natalia Lafourcade – Cancionera
Best Latin Rock/Alternative Album: Ca7riel & Paco Amoroso – Papota
Best Reggae Album: Keznamdi – Blxxd & Fyah
Best Soundtrack (Compilation) for Visual Media: Various Artists – Blood & Sinners
Best Score Soundtrack (Film/TV): Ludwig Göransson – Blood & Sinners
Best Score Soundtrack (Video Games/Interactive): Austin Wintory – Sword of the Sea
Best Song Written for Visual Media: HUNTR/X feat. EJAE, Audrey Nuna & REI AMI – Golden (aus KPop Demon Hunters)
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