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Isabel Moss
Lesedauer 4 Min
23. Februar 2026

B wie Bootcut

Ob in dunklem Denim, strukturiertem Stoff oder als echtes Statement-Piece – Hosen mit Bootcut feiern ihr Comeback mit Schwung. Die ausgestellte Silhouette streckt, formt und bringt Bewegung ins Outfit.

Illustration des Buchstabens B, symbolisch für Bootcut Jeans

Bootcut is back: Warum ausgestellte Hosen wieder überall auftauchen?

Sie sitzt an der Hüfte, verläuft gerade übers Knie – und weitet sich dann langsam zum Saum hin aus: Die Bootcut ist zurück. Und sie bringt eine Silhouette mit, die dem Körper schmeichelt, ohne ihn zu verbiegen. In den Nullerjahren war sie die Jeans der Stunde. Davor war sie Teil von Uniformen. Und jetzt? Ist sie wieder auf den Straßen, im Feed, auf dem Laufsteg.

Was Anfang der 2000er mit Stars wie Beyoncé, Kate Moss und Destiny’s Child allgegenwärtig war, wird jetzt neu gestylt – subtiler, edler, vielfältiger. Ob aus steifem Denim, weichem Jersey oder modernem Anzugsstoff: Die neue Bootcut trägt sich nicht nostalgisch, sondern neu gedacht.

Silbern glänzender Heel
Braune Sandalette mit Keilabsatz und Riemchen

Bootcut + Heels = Legs for days. Diese Schuhe sind gemacht für Säume, die knapp über dem Boden liegen.

Vergiss Straight Leg – Bootcut ist das neue Must-have

Der Name ist kein Zufall: „Bootcut“ bezeichnete ursprünglich eine Hosenform, die weit genug war, um sie bequem über Cowboystiefeln zu tragen – besonders beliebt bei US-Soldaten und Rodeo-Reitern im 19. Jahrhundert. Die ausgestellte Form hatte also zunächst einen ganz praktischen Grund: Sie sollte über grobes Schuhwerk passen, ohne zu verrutschen oder einzuschnüren.

Später, in den 70ern, wurde die Form stilisiert – und landete in der Popkultur. Flared Jeans, Schlaghosen, Disco-Denim: Die Silhouette wurde weiter, lauter, ikonischer. Der Bootcut blieb als tragbare Variante – mit weniger Drama, aber mehr Alltagstauglichkeit. Spätestens in den späten 90ern und frühen 2000ern wurde er dann zum Massenphänomen.

Frau posiert in Bootcut-Jeans, trägt schwarze Heels und passende Handtasche
Der Schnitt ist wie ein Mini-Reset für deine Denim-Routine: nicht zu weit, nicht zu eng – genau richtig. © Harry Vorsteher

Der Bootcut war nie nur Trend – er war immer auch ein Spiegel seiner Zeit. In den 70ern rebellisch. In den 2000ern poppig. Heute ist er wieder da – mit allem, was dazugehört: Hüftbund oder High Waist, clean oder distressed, lässig oder elegant.

Kein Look steht so sehr für „Kurve“, „verlängertes Bein“ und „Figur ohne Zwang“ wie dieser Schnitt. Auch interessant: Während Skinny Jeans die Silhouette betonen, balanciert der Bootcut sie aus. Er verlängert optisch, bringt Volumen in den Schritt – und gibt dem Körper wieder Raum zu atmen.

Bootcut 2.0 – Der flared Fit, der alle Beine länger macht

Key-Pieces für deinen Bootcut-Style

  • Blazer mit Taille: Der Kontrast macht’s – oben Struktur, unten Schwung. Besonders bei High-Waist-Modellen bringt ein figurbetonter Blazer die Balance.

  • Cropped Tops und Hemden: Kurz geschnittene Oberteile verlängern optisch die Beine – die Bootcut-Silhouette liebt diesen Effekt.

  • Spitze Schuhe oder Heels: Ob Ankle Boots oder Mules mit Absatz – Hauptsache, die Schuhspitze ragt leicht unter dem Saum hervor. So fällt der Stoff clean, ohne zu stauchen.

  • Ledergürtel mit Statement-Schnalle: Ein Throwback-Accessoire, das besonders bei hüftigen Schnitten funktioniert – Y2K-Vibes inklusive.

  • Slim Cardigans und Bodywear: Eng anliegende Oberteile bringen Spannung in den Look – besonders bei weiter geschnittenen Hosen.

Retro-Vibes mit Wow-Faktor: Bootcut ist die neue Lieblingsjeans

Frau in Flared Out-Jeans mit silbernen Pumps
Das Beste? Bootcut funktioniert mit allem: Sneakers, Loafern, Heels – solange der Saum stimmt. © Harry Vorsteher

Do’s

  • Setz auf Länge: Die Hose darf – ja, soll – lang sein. Am besten so, dass sie fast den Boden küsst (aber ohne drüber zu schleifen).

  • Spiel mit Gegensätzen: Oben eng, unten ausgestellt. Oder oben oversized, unten fließend. Bootcut lebt von Proportionen, nicht von Regeln.

  • Teste verschiedene Stoffe: Nicht nur Denim. Auch Jersey, Twill oder Tailoring-Stoffe funktionieren – je nachdem, ob’s lässig oder clean sein soll.

  • Wähle Schuhe bewusst: Die Form der Hose lebt vom richtigen Schuh. Sneaker können, Heels gehen immer. Chunky, spitz oder clean – Hauptsache, sie verschwinden nicht unterm Hosenbund.

  • Gönn dir Volumen: Weite Blazer, Oversize-Hemden oder Trenchcoats harmonieren perfekt mit dem weichen Schlag.

Don’ts

  • Zu kurz tragen: Wenn der Bootcut zu hoch endet, verliert er seine Wirkung. Lieber eine Nummer länger.

  • Zu eng obenrum: Kombiniere die Hose nicht immer mit hautengen Tops – das wirkt nicht modern. Besser: Kontraste schaffen.

  • Unsichere Bundhöhe wählen: Low Rise oder High Waist – beides geht. Aber irgendwas dazwischen wirkt oft unentschlossen. Entscheide dich für eine klare Linie.

  • Überstylen: Bootcut ist stark genug. Zu viele Layer, Muster und Accessoires lassen den Look schnell überladen wirken.

  • Falscher Saum: Ausgefranst, gestaucht oder zu kurz – ein schlechter Saum killt den Look. Sauber, gerade, lang lautet die Formel.

From Y2K to Today: Warum Bootcut jetzt wieder cool ist

Frau trägt Jeansjacke und Jeanshose, mit silbernen Heels, sitzend auf Sofa
© Harry Vorsteher

Double Denim Deluxe

Doppelt Denim, aber mit Glitzerfilter: Das Set aus Jeansjacke und passender Bootcut-Jeans bekommt durch metallisch schimmernde Heels und ein funkelndes Stehkragen-Top die nötige Portion Glam – ein Wechselspiel aus Coolness und Disco-Energie. Zwischen 70s-Vibe und Y2K-Flashback entsteht ein Styling, das wie gemacht wirkt für den Catwalk der Straße.

Style-Hack: Brich das Double-Denim-Set mit einem unerwarteten Accessoire – z. B. einer Mini-Bag in Neon oder funkelnden Statement-Ohrringen. Je cleaner der Denim, desto mutiger darf der Twist sein.

Frau steht vor Holzwand, trägt Oversize-Strickpulli zusammen mit Bootcut-Jeans
© Harry Vorsteher

Cozy Denim Vibes

Heritage-Style in einen Look verpackt: Der chunky Oversize-Strick in Offwhite umhüllt lässig, fast schützend – dazu gesellen sich beigefarbene Combat Boots, die dem Outfit eine bodenständige Härte verleihen.

Der Fit bringt Ruhe, aber auch Haltung – perfekt für skandinavische Kaffeepausen genauso wie für Hangover-Tage mit Fashion-Week-Qualitäten.

Style-Hack: Oversize oben, Bootcut unten – funktioniert nur, wenn der Strick weich fällt und nicht aufträgt.

Blonde Frau auf Treppenstufe, trägt weißen OVersize-Pullover mit schwarzer Lederhose
© Valentina Frugiuele / Getty Images

Lederliebe und Lässigkeit

Minimalistisch, aber mit maximalem Effekt. Die Hose glänzt im Mittelpunkt, die restlichen Pieces halten sich bewusst zurück. Die Silhouette wirkt sophisticated – fast futuristisch.

Style-Hack: Glanz wirkt stärker, wenn der Rest matt bleibt. Style Vinyl mit Baumwolle, Oversize mit Sleekness – und du hast die perfekte Fashion-Balance.

Schmal oben, Flare unten: Bootcut bringt Balance in deinen Style

Mann auf Zebrastreifen, trägt Anzugjacke in Kombination mit ausgewaschener Jeanshose
© Edward Berthelot / Getty Images

Tailored trifft Denim-Drama

Office meets Street – und zwar auf die lässige Art. Die leicht ausgestellte Jeans bricht die klassische Business-Uniform auf und sorgt für lässigen Swing beim Gehen. Die Sonnenbrille gibt Coolness, der Fit: absolut präzise. Spürst du den Beatles-Vibe?

Style-Hack: Jeans zum Blazer? Geht klar – aber nur, wenn die Waschung clean bleibt und der Schnitt sitzt. Ein schmaler Bootcut ist die neue Smokinghose für Casual Fridays.

Upgrade für deine Denim-Drawer: Bootcut ist das It-Piece

Frau mit brauner Handtasche, trägt schlabbrige Jeans zu gestreiftem Top
© Jeremy Moeller / Getty Images

Retro-Western mit Y2K-Flair

Zwischen Rodeo und Revival. Der Look könnte aus einem frühen 2000er-Videoclip stammen – oder von einem Coachella-Streetstyle. Die Tasche ist pures Indie-Sleaze-Statement, die Jeans bodenständig und authentisch.

Style-Hack: Mixe strukturierte Oberteile mit fließender Jeans – das bringt Tiefe ins Outfit. Und: Je spitzer die Schuhe, desto besser kommt der Bootcut zur Geltung.

Back to Bootcut – der Trend, der deine Figur feiert

Frau trägt Bomberjacke mit Graffiti-Print, kombiniert mit Bootcut-Jeans
© Claudio Lavenia / Getty Images

Color Clash und Cocktail-Vibes

Look: Cropped Bomber mit Graffiti-Print, hellblaue Jeans mit hohem Sitz und knallige Snake-Pumps – dazu eine pinke Mini-Bag mit Kettendetail = Pop-Art zum Anziehen.

Die Jeans bringt Bodenhaftung, während das Oberteil und die Accessoires für Drama sorgen.

Style-Hack: Je knalliger das Oberteil, desto klarer darf die Jeans sein. Ein Bootcut mit High Waist balanciert auch extreme Farben aus.

Frau trägt weiße Bluse mit heller Jeanshose und spitzen Heels
© Jeremy Moeller / Getty Images

Tailored Cool

Weiße Bluse, helles Denim, spitze Heels – dieser Bootcut-Look ist pure Sommer-Eleganz. Der Schnitt streckt, der Fit bleibt entspannt, das Styling wirkt sofort angezogen, ohne steif zu sein. Genau die Art Outfit, die vom Office direkt in den Aperitivo-Modus switcht.

Style-Hack: Damit Bootcut wirklich „legs for days“ macht, sollte der Saum fast den Boden berühren – am besten mit Heels oder spitzen Mules. So bleibt die Silhouette lang und clean, statt gestaucht.

So cool, so 2000er: Bootcut Jeans feiern ihr Fashion-Revival

Frau trägt Wickelstrickjacke in Kombination mit Jeanshose
© Jeremy Moeller / Getty Images

Soft Glam und Satte Töne

Ein Look, der leise Luxus-Akzente setzt – ohne die Street zu verlassen. Die weich fallende Wickelstrickjacke in Graugrün? Ein Hauch von French Chic!

Statt klassischem Minimalismus wird hier auf gezielte Highlights gesetzt: goldene Details funkeln dezent, oversized Shades bringen Attitude. Das Ergebnis? Ein smartes Crossover aus Understatement und Statement, der auf Brunch-Terrasse wie Business-Lunch gleichermaßen funktioniert.

Style-Hack: Jeans in dunkler Waschung? Immer mit Farbkontrast stylen – z. B. Mint, Rosé oder Taupe. Und: Accessoires dürfen glänzen!

Mann in schwarzer Lederjacke und ausgewaschener Denim-Jeans, mit Karohemd um die Taille
© Valentina Frugiuele / Getty Images

Leder-Layer und Casual Cool

Zwischen Club-Energy und Skater-Revival: Dieses Outfit bringt gleich mehrere Stilrichtungen auf einen Nenner – und zwar lässig. Die hellblaue Bootcut-Jeans mit locker geknotetem Karohemd signalisiert Grunge-Throwback, während das schwarze Shirt und die kastige Lederjacke klare Techno-Vibes liefern. Ein Fit wie gemacht für Leute, die keine Richtung brauchen, um stilvoll anzukommen.

Style-Hack: Karohemd nicht anziehen, sondern knoten – das bringt 90er-Attitüde zurück, ohne den Look zu überladen.

Die Rückkehr der ausgestellten Silhouette – Bootcut reloaded

Frau auf Straße, trägt schwarzen Blazer und passendes Top zu farblich identischer Flared-Out-Jeans
© Jeremy Moeller / Getty Images

Suit it!

Ein Anzug mit Haltung: Der schokoladenbraune Blazer trifft auf die farblich abgestimmte Bootcut-Hose und entfaltet in dieser Kombi eine selbstbewusste Silhouette – präzise, feminin, unübersehbar. Die spitzen schwarzen Pumps verleihen dem Look eine klare Linie, während die strenge Sonnenbrille und die kleine Designer-Bag das Ganze mit einem Touch Diva-DNA abrunden.

Style-Hack: Bei monochromen Suits unbedingt auf die Materialwirkung setzen – mattes Finish und strukturierte Stoffe verleihen Tiefe.

Frau in blauem Strick-Pullover, trägt Destroyed Denim-Jeans dazu
© Jeremy Moeller / Getty Images

Destroyed und Drama

Zerrissen, rebellisch, fast schon ungehobelt – die ultraweite Bootcut-Jeans mit schweren Rips wirkt wie frisch aus einem DIY-Atelier. Dazu ein royalblauer Zipper aus Strick. Doch der Clou: Die minimalistische schwarze Mini-Bag – kein Accessoire, sondern kalkulierter Stilbruch. Der Look tanzt zwischen Grunge und Streetwear-Luxus, roh im Ausdruck, aber fein im Timing.

Style-Hack: Wenn die Jeans laut ist, sollte der Rest des Looks klar und unifarben bleiben – das balanciert die visuelle Wucht.

Zu cool für Skinny – Bootcut is taking over

Frau mit kurzen blonden Haaren, trägt knappe Lederjacke in Schwarz mit passender Bootcut-Lederpants
© Edward Berthelot / Getty Images

All Black Everything

Dunkel, dominant, mit klarem Ziel: Dieser Look lässt keine Fragen offen. Die verkürzte Lederjacke zeigt Underboob – kein Zufall, sondern kalkuliertes Stilmittel. Die tiefsitzenden schwarzen Bootcut-Lederpants spielen mit 2000er-Club-Ästhetik und zeigen dabei ganz bewusst die Panty-Line.

Dazu eine Mini-Clutch, fast schon symbolisch – als würde der Look sagen: „Ich trag nur das, was ich brauche. Und zwar mit Attitüde.“

Style-Hack: Zeig Haut, aber dosiert – hier funktioniert’s, weil die Hose lang und der Look monochrom bleibt.

Flared, fabulous, forever – Bootcut als Style-Upgrade

5 gute Gründe für Bootcut statt Basic

  1. Weil sie die Beine länger wirken lässt Der ausgestellte Schnitt streckt. Immer. Selbst mit flachen Schuhen. Und das ganz ohne Photoshop-Filter.

  2. Weil sie zu fast jedem Oberteil passt Verkürzter Sweater, Hemd, Blazer, Tanktop – Bootcut balanciert aus, was du dazu kombinierst.

  3. Weil sie Komfort und Eleganz verbindet Der Look ist weich in der Linie, aber stark im Ausdruck. Casual oder chic? Entscheidet dein Styling.

  4. Weil sie Körperformen betont, ohne sie zu zwingen Im Gegensatz zur Skinny lässt die Bootcut Raum für Bewegung – und macht trotzdem eine klare Figur.

  5. Weil sie mehr kann als Jeans sein Ob als Stoffhose, in Leder oder mit Muster – der Schnitt funktioniert in allen Varianten. Und genau das macht ihn so stark.

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