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Shoe Fashion-Redakteurin Isabel Moss
Isabel Moss
Lesedauer 3 Min
18. August 2026

Olivia Dean: Style, Sixties und Soul

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Olivia Dean macht Musik für Menschen, die Gefühle gern ernst nehmen, sich dabei aber nicht im Drama verlieren möchten. Was sie dazu trägt? Minikleider, Kitten Heels und diesen sehr britischen Mix aus Eleganz und Mühelosigkeit.

Olivia Dean in glitzerndem Pailetten-Kleid auf einer Bühne mit erhobenen Armen
© Brendon Thorne/Getty Images

Olivia Deans Style: Zwischen Tweed und Tourbus

Menschen verlieben sich, zögern, ziehen sich zurück, kommen wieder, wollen Freiheit und vermissen im nächsten Moment die Nähe – es sind die Momente vor dem ganz großen Glück, die Olivia Dean in ihren Songs beschäftigen. Dabei bringt Olivia Deans Stimme erstaunliche Ruhe in das emotionale Durcheinander der Texte.

Es gibt viele Gründe, warum Olivia Dean längst nicht mehr nur zur Kategorie „vielversprechende britische Newcomerin“ gehört. Aus der Sängerin mit dem warmen Soul-Sound ist ein internationaler Popstar geworden. 2026 gewann sie den Grammy als Best New Artist. Bei den BRIT Awards – auch in 2026 – holte sie unter anderem Artist of the Year, Pop Act und Album of the Year für The Art of Loving.

Tatsächlich begann Olivia Deans Karriere aber schon viele Jahre zuvor. Sie besuchte die BRIT School, an der Musik, Schauspiel und Tanz gelehrt wird. 2018 erschien ihre erste eigene Single „Reason to Stay“. Es folgten EPs wie „Ok Love You Bye“, „What Am I Gonna Do on Sundays?“ und „Growth“. Der Weg nach oben bestand bei ihr nicht aus einem einzigen viralen Treffer. Dean baute sich ihr Publikum langsam auf: mit neuen Songs, Konzerten und einer Stimme, die man nach wenigen Takten wiedererkennt.

Olivia Dean: Soul ohne Zuckerguss

Porträt von Olivia Dean mit lockigem Haar und schwarzem Paillettenkleid
© Gilbert Flores/Billboard via Getty Images

Auf der Bühne darf es funkeln. Im Konzert verändert sich die Wirkung von Olivia Dean Songs. Die Arrangements bekommen mehr Druck, die Bläser mehr Raum, und Dean zeigt einen Humor, den man leicht überhören kann.

Sie spricht mit dem Publikum, erzählt kleine Geschichten und bewegt sich mit einer Selbstverständlichkeit über die Bühne, die nichts von einstudierter Popstar-Choreografie hat.

  • Für ihre Outfits setzt die Musikerin auf Eleganz. Olivia Dean steht im Minikleid am Mikrofon, als wäre eine Cocktailparty überraschend in ein Soulkonzert übergegangen.

  • Ihre Auftritte wirken dadurch nicht kleiner, sondern persönlicher. Sie braucht kein riesiges Spektakel, um einen Saal zu halten. Band, Stimme, Songs – und gelegentlich ein Kleid, das im Scheinwerferlicht total glitzert.

  • Wie bei ihrer Musik setzt Olivia Dean bei ihrem Style nicht auf schnelle, virale Wow-Momente. Ihre Looks bleiben länger hängen, gerade weil sie nicht nach maximaler Aufmerksamkeit verlangen. Ein schickes Minikleid, ein kleiner Absatz, perfekt gestylte Locken – und der Look ist geritzt.

Retro gehört fest zu ihrem Stil. Dean liebt A-Linien, Tweed, Pailletten und Mary Janes aus den Sixties und Seventies und bringt sie ziemlich selbstverständlich ins Jetzt. Dazu kommen Kitten Heels, Sandaletten und Schmuck, der nicht mit dem Outfit um die Wette funkelt.

Wenn sie über die Style-Stränge schlagen will: Glanz, Federn, kräftige Farben – aber immer mit klarem Styling-Ziel. Wenn das Kleid laut ist, bleibt der Rest ruhig. Wenn der Schnitt minimalistisch ist, übernimmt die Farbe.

Olivia Dean hält vier BRIT-Awards vor einer Preisverleihungswand.
© Dave Benett/Getty Images

Privat wird es entspannter: Jeans, Strick, Mäntel, Ballerinas und Mini-Bags. Trotzdem bleibt der Look sofort erkennbar. Es ist diese Art von Styling, bei der plötzlich die Jeanslänge, der Kragen oder die Form der Tasche den Unterschied machen.

Olivia Deans Style: Vintage, aber very now

Gartenparty mit Glamour

Das trägerlose Maxikleid verbindet einen körpernahen Schnitt mit einem kunstvollen Muster in Creme, Koralle und Grün. Die schimmernde Oberfläche bringt Abendstimmung rein, ohne den Look schwer wirken zu lassen. Dazu passen die soften Locken und das natürliche Make-up – das Kleid erledigt den Rest.

Dolce Vita in Pastell

Blütenprint, zarte Rüschen und eine kleine bordeauxfarbene Tasche: Dieser Look spielt die romantische Italien-Karte, aber ganz ohne Postkartenkitsch. Das fließende Kleid wirkt entspannt, die süße Tasche setzt einen satten Gegenpunkt und macht das Styling deutlich erwachsener.

Pailletten bei Nacht

Das bodenlange Kleid in Gold lebt von seinem geraden, schmalen Schnitt. Keine komplizierte Silhouette, kein ergänzender Schmuck – nur Licht, Bewegung und sehr viel Glanz. Die großen Wellen verpassen dem Look einen Old-Hollywood-Moment.

City Calling

Kurze weiße Jacke, dunkle Jeans und spitze Statement-Pumps: Hier trifft klassisches City-Styling auf eine gute Portion Retro-Vibes. Die schwarze Handtasche wird hier zum Hingucker, während die Sonnenbrille fürs Fashion-Finish im Look sorgt.

Bühne frei für Gold

Das funkelnde Minikleid ist gemacht für Bewegung. Pailletten, Fransen und eine sehr kurze Silhouette sorgen dafür, dass jede Drehung zum Modemoment wird. Dazu braucht es weder großen Schmuck noch komplizierte Accessoires – dieses Kleid hat seinen eigenen Rhythmus.

Olivia Deans Style: Glanz mit Gefühl

Butter-Yellow-Love

Das trägerlose Kleid in hellem Gelb wirkt auf den ersten Blick weich, fast pudrig. Der klare, körpernahe Schnitt verhindert jedoch jede Niedlichkeit. Geradlinigkeit, glänzender Stoff und voluminöses Haar machen daraus einen modernen Diva-Look.

Blumen, die immer funkeln

Das ärmellose Kleid kombiniert helle Pailletten mit großflächigen floralen Stickereien. Dadurch wirkt es gleichzeitig romantisch und grafisch. Die lockere Form nimmt dem Glanz die Strenge und gibt dem Look etwas angenehm Ungeplantes.

Casual, but make it Fashion

Schwarzes Top, weißer Rock und klassische Sneaker: Der Look funktioniert über Gegensätze. Oben körpernah, unten maximal weit, dazu Sneaker. Das Ergebnis wirkt lässig, grafisch und genau richtig für einen Sommerabend mit Freunden.

Basics mit Haltung

Weißes T-Shirt, dunkle Baggy-Jeans, schwarze Sneaker – einfacher geht es kaum. Gerade deshalb funktioniert der Look. Die tiefsitzende Hose sorgt für Y2K-Energie, während das schlichte Oberteil zum ultimativen Basic avanciert.

Navy-Twist

Das Bandeau-Oberteil mit Schleifendetails trifft auf einen voluminösen, transparenten Rock. Der Kontrast aus klaren Streifen und üppigem Tüll macht das Outfit verspielt, aber nicht süß. Die kleinen weißen Mary Janes greifen den Retro-Ton perfekt auf.

Slip Dress backstage

Das silbrig schimmernde Kleid ist weich, fließend und bewusst unkompliziert. Spaghettiträger, ein hoher Schlitz und kaum Schmuck reichen völlig aus. Der Slip Dress-Look wirkt nicht wie große Abendrobe, sondern wie glamouröse Selbstverständlichkeit kurz vor dem Auftritt.

Olivia Deans Style: Pailletten mit Persönlichkeit

Farbklang auf Rot

Oberteil in Gelb, weißer Midirock und bordeauxrote Accessoires ergeben eine ungewöhnliche, aber sehr kontrollierte Farbkombination. Die spitzen Slingpumps machen den Look schärfer, in die kleine Tasche passen sicher nur Lippenstift und Handy.

Gute-Laune-Strick

Der dunkelblaue Pullover mit großer Stickerei wird mit einem weiten Karorock in Gelb und Koralle kombiniert. Dazu kommen schlichte Pantolette, die den Look erden. Muster, Farbe und Volumen treffen hier nicht zufällig aufeinander – sie werden gemeinsam zum Gute-Laune-Look.

Purple Reign

Dieses Kleid macht keine halben Sachen. Violettes Pailletten-Finish, florale Glanzeffekte und eine schwingende Midilänge liefern maximale Präsenz. Die kleine Tasche in Flieder und die farblich passenden Schuhe ziehen den Look konsequent durch – glamourös, aber nicht überladen.

Karo trifft Couture

Das kurze Gingham-Top wirkt fast mädchenhaft, der dramatisch geraffte Rock in Dunkelblau dagegen ausgesprochen erwachsen. Genau dieser Kontrast trägt den Look. Dunkle Sandaletten halten sich zurück und lassen Volumen, Textur und Taille die Hauptarbeit übernehmen.

Riviera ohne Klischee

Ein schlichtes Tanktop, ein bodenlanger Streifenrock und flache Sandalen – mehr braucht dieser Sommerlook nicht. Die schmale Silhouette bleibt relaxed, der feine Streifen bringt Länge, und die dunklen Schuhe erden das helle Blau. Unaufgeregt, aber top angezogen.

Picknick, aber polished

Das hellblaue Spaghettiträger-Top und der weiße, voluminöse Rock treffen auf große Sonnenbrille und filigranen Schmuck. Der Look wirkt weich, sommerlich und ein bisschen verspielt, ohne ins Süße zu kippen. Die klare Farbpalette hält alles zusammen.

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