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Isabel Moss
Lesedauer 3 Min
2. April 2026

T wie Tomboy Style

Weniger Cuteness, mehr Coolness: Der Tomboy Style bringt lässige Streetstyle-Vibes in deinen Look. Statt Rüschen und Romantik dominieren hier entspannte Schnitte, sportliche Pieces und eine Portion Boyfriend-Attitüde. Das Ergebnis? Outfits, die mühelos, aber maximal stylish wirken.

Illustration des Buchstabens T, symbolisch für den Tomboy Style
© Clara Nabi

Borrowed from the Boys: der Tomboy Style

Was steckt hinter dem Tomboy Style?

Der Begriff Tomboy tauchte bereits im 16. Jahrhundert in England auf – allerdings mit einer ganz anderen Bedeutung als heute. Damals bezeichnete das Wort zunächst einen wilden, ungestümen Jungen. Erst später wandelte sich der Begriff und wurde für Mädchen verwendet, die als besonders aktiv, rebellisch oder „untypisch feminin“ galten.

Im 19. Jahrhundert wurde „Tomboy“ immer häufiger für Mädchen benutzt, die lieber draußen herumtobten, Sport machten oder Kleidung trugen, die praktischer als verspielt war. Während von Frauen damals eher Zurückhaltung und Eleganz erwartet wurde, stand der Tomboy für eine ganz andere Haltung: selbstbewusst, frei und ein bisschen gegen die Regeln.

In der Mode tauchte dieser Spirit besonders im 20. Jahrhundert auf. Designerinnen wie Coco Chanel brachten plötzlich Elemente aus der Herrenmode in die Damenmode – beispielweise lockere Schnitte, Hosen oder minimalistische Anzüge. Kleidung wurde dadurch nicht nur moderner, sondern auch deutlich bequemer.

Heute beschreibt der Tomboy Style einen Look, der genau diese Idee weiterträgt: lässig, unkompliziert und ein bisschen androgyn. Oversized Shirts, Baggy-Jeans, Hoodies oder Schuhe wie Sneaker und Boots greifen typische Herrenmode-Basics auf – werden aber im modernen Streetstyle neu kombiniert.

Sneaker mit weißem Top, zwei schwarzen Seitenstreifen und heller Sohle
Grau-weißer FILA-Sneaker mit dicker Sohle

Baggy, lässig, cool – das steckt hinter dem Tomboy Style

Keypieces für den Look

  • Baggy Jeans: Locker, bequem und absolut Tomboy. Weite Denim-Schnitte sorgen für den typischen Boyfriend-Vibe.

  • Oversized T-Shirts: Je lockerer, desto besser. Große Prints oder Logos bringen zusätzliche Streetstyle-Coolness ins Outfit.

  • Hoodies und Sweatshirts: Sportliche Klassiker, die perfekt zum entspannten Look passen. Am liebsten etwas größer geschnitten. Wer ein bisschen mehr Office-Vibe will, setzt auf einen Oversize-Blazer.

  • Caps: Baseballcaps gehören fast schon zur Grundausstattung des Tomboy Styles – sie machen jeden Look lässiger.

  • Chunky Sneaker: Sneaker mit markanter Sohle geben dem Outfit das typische Streetstyle-Finish.

Boyish Chic: Warum Tomboy Looks gerade überall sind

Frau in Tomboy Style-Outfit, mit grauem Hoodie und schwarzen Underknees
Borrowed from the boys, aber alles andere als geliehen: Der Tomboy Style spielt mit maskulinen Codes und macht daraus etwas komplett Eigenes. © Harry Vorsteher

Dos und Don’ts

Do

  • Auf lockere Silhouetten setzen: Der Tomboy Style lebt von entspannten Schnitten. Baggy-Jeans, Oversize-Shirts oder weite Shorts sorgen dafür, dass der Look lässig und authentisch wirkt.

  • Sportliche Pieces einbauen: Sneaker, Caps oder Hoodies bringen die typische Streetstyle-Energie in den Look und machen das Outfit moderner.

  • Mit Layering arbeiten: Ein Overshirt oder offenes Hemd über dem T-Shirt sorgt für mehr Tiefe im Look und wirkt gleichzeitig cool und unkompliziert.

  • Mit Kontrasten spielen: Der Style gewinnt, wenn unterschiedliche Elemente aufeinandertreffen – etwa sportlich und clean oder derb und minimal. Genau diese Brüche machen den Look spannend.

  • Auf Details achten: Kleine Dinge wie hochgekrempelte Ärmel, ein sichtbarer Bund oder ein leicht geöffneter Kragen geben dem Outfit Struktur und lassen es weniger zufällig wirken.:

  • Farblich ruhig bleiben: Neutrale Töne wie Schwarz, Grau, Denim oder Khaki unterstreichen den entspannten Vibe und machen den Look vielseitig kombinierbar.

Don’t

  • Zu viele feminine Details kombinieren: Rüschen, Schleifen oder sehr verspielte Pieces können den Tomboy-Vibe schnell abschwächen.

  • Den Look überstylen: Zu viele Accessoires oder zu viel „gewolltes“ Styling wirken unruhig. Der Tomboy Style lebt davon, mühelos auszusehen.

  • Proportionen ignorieren: Wenn alles zu weit oder zu lang ist, kann der Look verloren wirken. Ein bewusst gesetzter Kontrast bringt Balance.

  • Zu viele Trends gleichzeitig mischen: Der Style funktioniert am besten, wenn er klar bleibt. Zu viele auffällige Pieces nehmen ihm die Coolness.

  • Zu geschniegelt auftreten: Perfekt gebügelte Looks oder sehr strenge Kombinationen nehmen dem Tomboy Style seinen entspannten Charakter. Ein bisschen Imperfektion gehört dazu.

Boyfriend Fashion: Der Tomboy Style im Fashion ABC

Frau mit Cap und hellblauem Shirt, steht im Tomboy Look vor Pool
© Harry Vorsteher

Clean Comfort

Sweatshirt, Cap, lockere Pants – reduziert auf das Wesentliche, aber trotzdem on Point. Der Look lebt von seiner Ruhe und dieser mühelosen Selbstverständlichkeit.

Style-Hack: Setze auf feine Unterschiede in der Farbe – kleine Nuancen innerhalb einer Farbfamilie wirken ruhiger als harte Kontraste und geben dem Outfit mehr Tiefe.

Blonde Frau in rosa Poloshirt, blauen Pants und rosa Sneakern
© Harry Vorsteher

Color Pop Tomboy

Poloshirt in Pink, dazu lange Shorts und Sneaker – sportlich, aber mit einem klaren Farbstatement. Wirkt wie ein Sommertag, der einfach gute Laune macht.

Style-Hack: Greif eine Farbe im Look auf und wiederhole sie subtil an anderer Stelle – das schafft Verbindung, ohne zu gewollt zu wirken.

Frau in grauem Sweater und schwarzen Shorts, Sneaker mit knielangen Strümpfen, Tomboy Style
© Harry Vorsteher

Utility Edge

Oversized Hoodie trifft auf Shorts und markante Boots – der Look spielt mit Längen und wirkt gleichzeitig cozy und tough.

Die Netzstrumpfhose bringt einen subtilen Bruch rein, der das Ganze spannender macht.

Style-Hack: Zeig bewusst Haut an unerwarteten Stellen – zum Beispiel über transparente Layer oder Strukturen. Das lockert schwere Pieces auf und nimmt ihnen die Wucht.

Frau steht lässig, trägt sandfarbenen Pullunder über Shirt, kombiniert mit Denim-Culottes
© Harry Vorsteher

Preppy Boy Remix

Pullunder über T-Shirt, dazu weite Denim-Culottes und Loafer – ein Look, der irgendwo zwischen Uni-Flair und Streetstyle pendelt. Klassisch gedacht, aber neu interpretiert.

Style-Hack: Lass einzelne Teile leicht „off“ sitzen – ein schiefer Bund, ein halb eingestecktes Shirt à la French Tuck. Genau diese kleinen Imperfektionen machen den Look trendig.

Lässig statt ladylike: Tomboy Style erklärt

Blonde Frau mit Ponytails, schwarzer Blazer im Layering, mit Camo Pants, auf der Straße
© Raimonda Kulikauskiene / WireImage

Layer Clash Cool

Voluminöser Sweater über verspielten Layers, dazu Camo-Pants – hier trifft Streetstyle auf romantische Elemente. Genau dieser Mix macht den Look spannend.

Style-Hack: Arbeite mit sichtbaren Schichten, die unterschiedlich lang sind. Wenn Kanten und Säume hervorblitzen, bekommt das Outfit automatisch mehr Bewegung.

Frau spaziert auf Straße, trägt grauen Zip-Hoodie zu Baggy Jeans und Cap im Tomboy Style
© Claudio Lavenia / Getty Images

Off-Duty Vibe

Zip-Hoodie, Cap, Baggy-Jeans – ein Look, der wie „einfach übergeworfen“ aussieht, aber genau deshalb funktioniert. Clean, reduziert, sehr nah am Alltag.

Style-Hack: Halte die Farbpalette ruhig und konzentrier dich auf zwei bis drei Töne – das lässt selbst lässige Looks sofort durchdachter wirken.

Dunkelhaarige Frau spaziert, trägt schwarzen Sweater und hellblaue Jeanshose im Tomboy Style
© 305pics / Getty Images

Soft Sport Set

Weite Sweats, lockeres Shirt – maximal entspannt, aber nicht sloppy. Der Look lebt von seiner Leichtigkeit und Bewegung.

Style-Hack: Trag fließende Stoffe statt steifer Materialien – so wirkt das Outfit weniger wie ein Gym-Look, sondern mehr wie ein moderner Streetstyle.

Stark gebräunte Frau mit Afro, trägt weites Print-Shirt mit orange-roter Lederhose
© Claudio Lavenia / Getty Images

Graphic Ease

Statement-Shirt mit Print, kombiniert mit Leder – eine Mischung aus Casual und Attitude. Die große Sonnenbrille verstärkt den coolen, fast schon nonchalanten Vibe.

Style-Hack: Lass Prints für sich sprechen und halte Schnitte eher simpel – so bleibt der Auftritt klar und keineswegs überladen.

Baggy Basics und Streetstyle-Vibes: Tomboy Style

Frau trägt schwarze Lederjacke über weißem Shirt in Stadtkulisse
© 305pics / Getty Images

Minimal Contrast

Schwarze Lederjacke, weite Hose, weißes Shirt – ein Spiel aus Hell und Dunkel, reduziert auf das Wesentliche. Wirkt ruhig, aber stark.

Style-Hack: Nutze Kontraste gezielt: Ein heller Akzent im ansonsten dunklen Outfit sorgt sofort für Fokus und Struktur.

Frau in Nadelstreifen-Anzug und Hose, mit schwarzer Cap und weißen Heels für den Tailoring Look
© Christian Vierig / Getty Images

Tailored Details

Nadelstreifen, weite Silhouette, Cap und Heels – klassisches Tailoring wird hier bewusst gebrochen. Genau das macht die Kombi interessant.

Style-Hack: Kombiniere formelle Stoffe mit unerwarteten Accessoires – so verliert der Look seine Strenge und wirkt zeitgemäß.

Frau mit lockigen schwarzen Haaren, trägt blaues Track-Jacket unter Lederjacke
© Claudio Lavenia / Getty Images

Sporty Layer Mix

Track Jacket unter Lederjacke – zwei Welten, die aufeinandertreffen. Dazu Denim: urban, funktional, ziemlich edgy.

Style-Hack: Achte darauf, dass Details wie Reißverschlüsse oder Kragen sichtbar bleiben – das gibt dem Layering Struktur und wirkt absichtlich statt zufällig.

Frau mit lang-blonden Haaren, schwarzes XL-Jacket zu Baggy Pants, in Stadtkulisse
© Daniel Zuchnik / Getty Images

Denim Flow

Weite Jeans mit umgeschlagenem Saum, cropped Top und kurze Jacke – der Style spielt mit Volumen und lässt trotzdem genug Raum für Leichtigkeit. Die Cap und Sneaker bringen die nötige Portion Entspannung dazu.

Style-Hack: Arbeite mit sichtbaren Übergängen – ein freier Bund, ein kleiner Hautblitz oder ein Layer, der endet, wo das nächste beginnt.

Fünf gute Gründe für den Tomboy Style

  • Der Look wirkt entspannt und trotzdem stylish

  • Lockere Schnitte sorgen für maximalen Komfort

  • Viele Pieces gehören zu echten Alltags-Basics

  • Der Style funktioniert zu jeder Jahreszeit

  • Maskuline Elemente bringen frischen Wind in die Garderobe

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