Hemden waschen – Für saubere und glatte Styles
Die eigenen Hemden waschen – wie schwierig kann das sein? Die Wäsche ist kein Hexenwerk, doch mögliche Fehlerquellen gibt es trotzdem genug.
Schnell ist der Kragen verzogen, Farben verblassen oder dein Hemd ist eine einzige Knitterwüste. Damit das nicht passiert, zeigen wir dir die wichtigsten Basics rund um die Wäsche deiner Hemden.
Warum wir Hemden waschen – Für den ersten Eindruck
Sicher, die meisten Looks wirken besser, wenn deine Kleidung clean und deine Outfits ordentlich gebügelt sind. Aber: Hemden tragen wir besonders oft dann, wenn es „offizieller“ wird. Dazu zählen festliche oder formelle Anlässe aller Art – von runden Geburtstagen über Verleihungen und Co. bis hin zu Hochzeiten.
Kurz gesagt: Alles Anlässe, bei denen der erste Eindruck „mehr“ zählt als sonst – modische Fehltritte oder ausgewaschene Styles wollen bzw. können wir uns bei solchen Events in der Regel nicht erlauben. Darum ist es wichtig, deine Hemden richtig zu waschen, zu trocknen und zu bügeln – und wie das ganz sicher klappt, das zeigen wir dir jetzt.
Wie du deine Hemden für die Wäsche vorbereitest
Eine gute Vorbereitung ist häufig schon die halbe Wäsche: Zuerst prüfst du daher das Wäscheetikett / die Wäschezeichen deiner Hemden. So verschaffst du dir eine Übersicht darüber, welche Temperaturen bzw. welches Programm deine Kleidung sicher verträgt.
Hemden richtig sortieren
Danach folgt das Sortieren – denn du solltest Hemden zum Waschen niemals „einfach so“ mit anderer Wäsche vermischen. Auf diese Punkte musst du beim Vorsortieren achten:
Nach Farbe sortieren: Möchtest du weiße Hemden waschen, dann bitte nicht gemeinsam mit dunklen oder bunten Stoffen. Das gilt für helle Hemden allgemein – ein Abfärben wollen wir auf jeden Fall vermeiden
Nach Material sortieren: Hemden aus Baumwolle oder Polyester sind robuster als feine Stoffe wie Seide oder Viskose – daher besser vor dem Waschen trennen, da die Wäsche sonst schnell zu schwach bzw. zu hart ausfällt
Nach Hemden sortieren: Wenn es sich anbietet, dann ist die reine Hemden-Wäsche die schonendste Behandlung für deine Outfits. Gib dabei maximal 5-6 Hemden gleichzeitig in die Wäschetrommel, um diese optimal zu reinigen.
Zusätzlich kann es sinnvoll sein, leicht verschmutzte Hemden nicht mit stark verschmutzter (Arbeits-)Kleidung zu waschen. Achte auch darauf, ob andere Kleidungsstücke scharfe Applikationen oder Reißverschlüsse haben, die deine Hemden während der Wäsche beschädigen könnten. In solchen Fällen sortierst du diese Teile besser im Vorfeld raus.
Hemden vor Wäsche kontrollieren
Spätestens dann, wenn wir von guten (und teuren) Hemden reden, solltest du jedes Exemplar vor dem Waschen einmal prüfen und ein paar wichtige Handgriffe durchführen:
Brust- und Seitentaschen auf Inhalt prüfen (auf Taschentücher)
Kragenstäbchen / Manschettenknöpfe aus dem Hemd entfernen (wenn möglich)
Ansonsten Manschetten nach innen schlagen
Kragen aufrichten und glattlegen
Alle Hemdknöpfe schließen (oder mindestens den obersten Knopf)
Hemd danach auf links drehen
Optional: Hemden in Wäschesack waschen
Damit sollten alle scharfkantigen Elemente beseitigt sein. Indem du dein Hemd auf links drehst, sind zusätzlich die Farben und Aufdrucke des Hemdes während der Wäsche besser geschützt. In Verbindung mit einem Wäschesack reduzierst du die Reibung, der deine Kleidung in der Waschmaschine ausgesetzt ist, auf ein Minimum.
Flecken an Hemden vorbehandeln
An Hemden gibt es einzelne Stellen, an denen sich besonders gerne Schmutz sammelt. Make-up- und Sonnencreme-Flecken finden sich bevorzugt am Kragen, während die klassischen Schweißflecken vor allem im Achselbereich prominent vertreten sind.
Wie du diesen Flecken beikommen kannst? Mit ein bisschen Vorbehandlung:
Kleine Portion Gallseife auftragen ODER
Etwas Flüssigwaschmittel auf die Stelle geben
Lasse das Mittel kurz einwirken und gebe deine Hemden – wie oben beschrieben – anschließend in die Wäsche. Wichtig: Je dünner und feiner der Hemd-Stoff, desto vorsichtiger musst du bei der Anwendung sein. Vermeide es in jedem Fall, den Stoff stark zu reiben.
Hemden richtig waschen – Eine saubere Schritt-für-Schritt-Anleitung
Vorbereitung abgeschlossen? Dann kommt nun der Trommelwirbel für die Trommel. Wir leiten dich in 5 Schritten durch die Wäsche.
Schritt 1: Hemden waschen – mit welchem Programm?
Aus Erfahrung können wir dir sagen: Die wenigsten Hemden mögen es ruppig in der Maschine. Idealerweise verfügt deine Waschmaschine über ein eigenes Hemden-Programm, alternativ kannst du aber auch ein Feinwäsche-Programm nutzen.
Damit deine Hemden nicht knittern, empfehlen wir dir, die Schleuderzahl von Anfang an niedriger einzustellen. Für klassische Hemden sind 600 – 800 Umdrehungen pro Minute ideal.
Merke dir dabei: Je feiner der Stoff, desto niedriger solltest du die Schleuderzahl ansetzen. Und je schonender der Schleudergang ausfällt, desto weniger knittrig sind deine Hemden nach der Wäsche.
Schritt 2: Die richtige Temperatur für deine Hemden
Kurz gesagt: Eine Temperatur von 30 – 40 °C ist für die Wäsche von Hemden meist ideal. Bei weißen Hemden aus robustem(!) Material kannst du auch Waschtemperatur von 60 °C einstellen – das ist besonders bei hartnäckigen Flecken hilfreich.
Hemden aus Halb- oder ungefärbtem Naturleinen vertragen Temperaturen bis zu 60 °C ebenfalls problemlos.
Bei Hemden aus Seidenstoff solltest du hingegen maximal mit 30 °C planen.
Wichtig: In jedem Szenario entscheidet das Pflegeetikett auf den Hemden, welche Höchsttemperatur zulässig ist. Diese Angaben solltest du grundsätzlich immer berücksichtigen, wenn dir dein Outfit lieb ist.
Schritt 3: Das passende Waschmittel wählen
Waschmittel ist gleich Waschmittel? Das sieht deine Kleidung anders. Mit dem falschen Waschmittel entfernst du schlimmstenfalls nicht nur Flecken, sondern auch Farben aus deinem Outfit. Als einfache Orientierung gilt:
Weiße Hemden: Vollwaschmittel (nichts kann ausbleichen)
Bunte und dunkle Hemden: Colorwaschmittel (schützt die Farben)
Empfindliche Stoffe: Feinwaschmittel (schützt den Stoff)
Wir empfehlen übrigens Flüssigwaschmittel statt Pulver – beides kannst du gut dosieren, aber bei flüssigem Waschmittel musst du dir keine Sorgen machen, dass Rückstände auf den Hemden verbleiben. Apropos Rückstände: Das Waschen von Hemden mit Weichspüler ist tabu – damit beschädigst du nur die Faserstruktur deiner Kleidung!
Schritt 4: Hemden trocknen wie ein Profi
Ist der Waschgang abgeschlossen, nimmst du deine Hemden am besten so schnell wie möglich aus der Wäschetrommel. Danach gehst du wie folgt vor:
Hemden einmal ausschütteln
Material entlang der Nähte glattstreichen
Stoff sanft in Form ziehen
Hemden auf Kleiderbügel aufhängen
Anschließend kannst du deine Hemden zum Trocknen einfach an die frische Luft hängen – so trocknen sie sehr materialschonend und das Falten-Risiko sinkt auf ein Minimum.
Wie auch beim Trocknen von Schuhen solltest du auch Hemden dabei nicht in die pralle Sonne hängen, da sie dort ausbleichen können. Für weiße Hemden ist das jedoch fein.
Übrigens: Ob deine Hemden in den Wäschetrockner dürfen, entscheidet allein das Pflegeetikett. Wir empfehlen dir aber, nach Möglichkeit auf die maschinelle Trocknung zu verzichten. Denn die Hitze und die Umdrehungen des Trockners bedeuten in jedem Fall Stress für deine Hemden.
Schritt 5: Hemden richtig bügeln
Sind deine Hemden noch leicht feucht, ist das der beste Zeitpunkt, um sie zu bügeln. Ist es bereits trocken, kannst du wahlweise mit einem Bügelspray oder mit der Dampffunktion des Bügeleisens das Material etwas nachfeuchten. Richte dich nach dieser Reihenfolge:
Kragen
Manschetten
Ärmel
Vorderseite
Rückseite
So kannst du schnell die wichtigsten Stellen glattbügeln – natürlich funktioniert auch jede andere. Aber mit dieser stehen die Chancen gut, dass du dich nicht plötzlich mit neuen Bügelfalten rumschlagen musst. Danach direkt wieder auf den Bügel hängen, damit alles faltenfrei bleibt.
Weiße Hemden waschen – Das ist wichtig
Strahlend weiße Hemden wie aus der Werbung werden schneller schmutzig, als uns lieb ist. Einmal falsch gewaschen – schon hast du einen lästigen Grauschleier im Stoff. Wenn es denn bei Grau bleibt. Kurz gesagt: Weiße Hemden zu waschen ist ein ganz eigener Teilbereich, der unsere Pflege-Aufmerksamkeit verdient.
Darauf musst du bei der Wäsche weißer Hemden achten:
Konsequent vorsortieren: Weiß zu Weiß – und zu keiner anderen Farbe. Dunkle Wäsche kann dir schnell dein weißes Outfit ruinieren
Vollwaschmittel verwenden: Es gibt keine Farbe, auf die du Rücksicht nehmen müsstest. Mit Vollwaschmittel stehen die Chancen gut, auch hartnäckige Flecken aus dem Stoff zu beseitigen
Flecken vorbehandeln: Apropos hartnäckige Flecken – sind die Achseln durch Deo vergilbt oder findest du ähnliche „Spots“, kannst und solltest du diese – wie oben beschrieben – vorbehandeln, um die Flecken bestmöglich anzulösen
Achte außerdem darauf, Flecken vor dem Trocknen noch einmal zu prüfen. Hitze kann ansonsten Rückstände im Stoff fixieren, sodass sie später schwerer zu entfernen sind.
Wie oft sollte ich meine Hemden waschen?
Wie oft du deine Hemden bestenfalls wäschst, hängt stark davon ab, wie intensiv du sie trägst – und was du dabei treibst. Kurz übergeworfen für den Trip zum Supermarkt? Einfach etwas auslüften lassen. Ein ganzer Tag auf einem Festival? Klarer Kandidat für die Wäschetrommel.
Gerade im Sommer oder nach starkem Schwitzen sollten Hemden in die Wäsche – auch präventiv, damit sich die Flecken, die du vielleicht übersehen hast, nicht im Stoff festsetzen. Und klar ist: Riecht dein Hemd muffig, gehört es ebenfalls sofort in die Wäsche.
Muss ich Hemden auf links waschen?
Nein, aber du solltest es tun. Drehst du Kleidungsstücke wie Hemden auf links, bevor du sie in die Trommel gibst, werden die Farben und / oder Aufdrucke auf der „Frontseite“ deiner Kleidung weniger beansprucht.
Das bedeutet schlicht, dass etwa bunte Fasern weniger stark ausbleichen oder auch Applikationen (sofern welche existieren) sich mit niedrigerer Wahrscheinlichkeit ablösen. Kurz gesagt: Deine Hemden werden genauso sauber, das Material wird jedoch weniger gestresst.
Darf man beim Waschen von Hemden Weichspüler vermeiden?
Nein, Weichspüler solltest du für deine Hemden nicht verwenden. Du läufst hier Gefahr, dass der Stoff „schmierig“ wird, da der Weichspüler die Fasern regelrecht beschichtet.
Damit sinkt auch die Atmungsaktivität des Materials, du schwitzt darin schneller und die Hemden geraten insgesamt schneller außer Form. Daher besser Finger weg.
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