Koffer packen – Mit diesen Tipps reist alles mit
Ich packe meinen Koffer und nehme alles mit. Wirklich? Nun, zumindest all das, was auf der Reise gebraucht wird. Aber diese Fülle an Klamotten, Schuhen, Accessoires und mehr kann auch den größten Koffer an seine Grenzen bringen. Darum heißt es heute bei uns: „Koffer packen – aber richtig“.
Wir zeigen dir, wie du all das, was du für deine Reise brauchst, platzsparend in deinen Koffer packen und sicher transportieren kannst. Dafür braucht es nur ein bisschen Planung und die richtige Strategie. Keine Sorge – wir nehmen dich dabei an die Hand.
Koffer richtig packen – Tipps zur Planung
„Das passt schon irgendwie“ ist übrigens keine Strategie, nach der du deinen Koffer packen solltet. Ganz im Gegenteil: Ohne eine gute Organisation läufst du Gefahr, dass du Sachen nicht mehr wiederfindest oder sogar daheim vergisst. Hole also zu Beginn deiner Planungen einmal tief Luft und stelle dir folgende Fragen:
Reiseziel: Wo geht die Reise hin?
Reisedauer: Wie lange bleibe ich dort?
Transportmittel: Reise ich mit Auto, Bus, Bahn oder Flugzeug?
Klima: Welche Temperaturen und welches Wetter erwarten mich?
Aktivitäten: Was möchte ich dort unternehmen?
Ausstattung: Was gibt es vielleicht bereits vor Ort? (Föhn etc.)
Geht es in die Berge? Wanderschuhe statt High Heels. Kurztrip an den Strand? Sandalen und Bademode statt Overknees und Abendkleid. So grenzt du schon im ersten Schritt deiner Urlaubsplanung wirkungsvoll die Menge und auch die Vielfalt an Klamotten ein, die du später in deinem Koffer verstauen willst bzw. musst.
Den Koffer packen – Diese Liste hilft dabei
Alle Anziehsachen, Schuhe und Co. in den Koffer zu räumen, ist keine Wissenschaft. Aber: Wenn du die Sache mit dem richtigen System angehst, ersparst du dir viel Aufwand, schaffst mehr Platz und findest auch am Zielort alles zuverlässig wieder. In dieser Liste zum Koffer packen haben wir Tipps & Tricks für dich zusammengestellt, die schon im Vorfeld Lust auf die anstehende Reise machen.
Punkt 1: Wahl des Koffers
Bevor du damit anfängst, deinen Koffer zu packen, solltest du erst einmal das richtige Exemplar wählen. Für kurze Ausflüge bzw. einen Wochenendtrip reicht häufig schon ein kleineres Gepäckstück statt eines massiven Hartschalenkoffers.
Wenn du gut planst und deinen Koffer platzsparend befüllst, kommst du im besten Fall auch mit kleineren Koffern oder auch Rucksäcken ohne Probleme zurecht. Das lohnt sich für dich gleich mehrfach: Du reist kompakter und musst keine (unnötig) schweren Gepäckstücke mit dir herumschleppen.
Punkt 2: Übersicht verschaffen
Sammle all die Sachen, die du definitiv auf deiner Reise haben willst oder brauchst, und lege diese übersichtlich aus, zum Beispiel auf dem Bett oder einem Tisch. Dann hast du auf einem Fleck bereits all das, was im Koffer Platz finden muss. Aber welche Schuhe, Hosen und Co. müssen denn für deine Outfits nun wirklich mitreisen?
An dieser Stelle hilft es, wenn du einmal durchplanst, was du an welchem Tag zu welchem Anlass tragen wollt. Bist du am ersten Tag der Reise abends in einem Restaurant? Geht es danach entspannt ins Hotel? Und was bringt der zweite Tag mit sich? Finden sich alle Einzelteile dieser Outfits vor dir wieder? Dann hast du – aus modischer Sicht – offiziell alles beisammen.
Punkt 3: Koffer packen – Reihenfolge beachten
Sammle all die Gegenstände oder Kleidungsstücke, die vergleichsweise viel Gewicht haben (schwere Boots / größere Bücher für den Aufenthalt), und platziere diese am unteren Ende des Koffers. Das untere Ende ist jeweils die Seite des Koffers, die beim Tragen bzw. beim Rollen unten ist – im Zweifel dort, wo sich die Räder befinden.
Damit erreichst du zwei Dinge: Erstens hat dein Koffer somit einen niedrigeren Schwerpunkt und lässt sich so in der Regel besser rollen, ohne, dass du ins Schlingern gerätst. Zweitens vermeidest du so, dass schwere Gegenstände auf deine Kleidungsstücke drücken und diese dadurch beim Transport zerknittern. Und alles nur, weil du vorausschauend gepackt habt.
Punkt 4: Kleidung rollen statt falten
Mit der richtigen Technik kommt deine Kleidung faltenfrei ans Ziel – ganz ohne zu falten. Denn viele Kleidungsstücke wie Shirts, Hosen und leichte Stoffe lassen sich wunderbar zusammenrollen, ohne dabei zu zerknittern. Auf diese Weise wirst du eventuelle Luftpolster in der Kleidung los und kannst praktisch jeden Zwischenraum für deine Klamotten nutzen.
Deine gut zusammengerollten Kleidungsstücke bilden nun die zweite Schicht – unten die schweren Schuhe etc., darüber liegen die kompakt zusammengerollten Kleidungsstücke und Outfits. Mit diesem Schichtsystem lässt sich der Koffer platzsparend packen, ohne dass du an irgendeiner Stelle Kompromisse in Sachen Styles eingehen musst.
Punkt 5: Fashion-Flexibilität schaffen
Du hast bereits jedes einzelne Kleidungsstück jedes Outfits durchgeplant – was aber, wenn mal etwas kaputtgeht, ein Top ungünstig einreißt oder dein Lieblings-Piece dreckig wird? Von Anfang an solltest du so packen, dass du einige Basics zur Hand hast, die bei einem Outfit auch als Ersatz „einspringen“ können – so bleibst du auch in der Not flexibel.
Schaffe dir idealerweise eine kleine Capsule Wardrobe für deine Reise. Hast du vielleicht sogar die Chance, deine Klamotten vor Ort zu waschen? Noch besser! Nimm einfach eine kleine Portion Waschmittel mit – oder hole es dir vor Ort – und dann können dich auch eventuelle Flecken auf deiner Urlaubskleidung nicht mehr aus der Ruhe bringen.
Punkt 6: Packwürfel + Packtaschen verwenden
Du möchtest alles strikt durchorganisiert haben oder bist von herumfliegendem Kleinkram in deinem Koffer genervt? Dann schaue dich einmal nach Packtaschen / Packbeuteln um. Diese helfen dir beim Koffer packen und bieten genügend Stauraum, um alles Mögliche von Schuhen und Outfits bis hin zu Kosmetika fein säuberlich zu organisieren.
Solche Beutelchen sind außerdem ideal, um etwa Duschgel, Shampoo und Co. in handlichen Reisegrößen sicher im Koffer zu verstauen. Diese Reisegrößen sind ungemein praktisch und separat verpackt musst du dir zudem keine Sorgen machen, dass etwa eine auslaufende Haarspülung eines – oder mehrere – deiner Outfits ruiniert.
Punkt 7: Schuhe strategisch nutzen
In jedem dicht gepackten Koffer findet sich noch ein bisschen Platz. So kannst du etwa deine Schuhe dafür nutzen, um diverse Kleinigkeiten darin zu verstauen. Zwei Paar Socken, mehrere Gürtel oder andere kleine Kleidungsstücke, bei denen Falten ggf. keine große Rolle spielen. Positiver Nebeneffekt: Die Schuhe behalten so ihre Form – auch unter Druck.
Übrigens: Statt deine Schuhe jeweils als Paar im Koffer zu verstauen, solltest du sie einzeln einpacken. So gewinnst du in der Regel nochmal wertvollen Stauraum hinzu, um doch noch die Lieblings-Sporthose oder kleinere Accessoires unterzubringen. Übrigens auch immer praktisch: Ein Beutel für deine Schmutzwäsche. Passt auch gut in die meisten Schuhe.
Punkt 8: Platz für die Rückreise lassen
Grundsätzlich solltest du darauf achten, weder die Kapazitäten des Koffers noch dessen zulässiges Höchstgewicht (etwa bei Flugreisen) komplett auszunutzen. Das mag zwar für die Hinreise funktionieren – aber jeder Urlaub hat einmal ein Ende. Und wenn du dann versuchst, deine Souvenirs in den Koffer zu packen, wird es möglicherweise bereits eng.
Selbst wenn alles passt, kann es mit dem vollbeladenen Koffer spätestens bei der Gepäckaufgabe am Flughafen teuer werden. Packe also strategisch, leicht und platzsparend, um eventuell bösen und kostspieligen Überraschungen vorzubeugen.
Koffer packen-Tipp: Das Handgepäck nutzen
Alle Kleidungsstücke sind verpackt, alle Schichten des Koffers optimal genutzt – doch plötzlich findet sich doch noch etwas, das unbedingt mitkommen muss. Aber Platz ist eigentlich keiner mehr – was tun? Die Lösung: Das Handgepäck!
Im Handgepäck kannst du vielfach noch Kleinigkeiten unterbringen, die nicht mehr in den Koffer können oder sollen – zum Beispiel solltest du Wertsachen, Ausweise und andere Dokumente vorsichtshalber im Handgepäck bei dir führen. Frage dich dazu einfach: Was bräuchte ich unbedingt, wenn mein Koffer aus irgendwelchen Gründen verloren ginge?
Wichtig: Bei Reisen mit dem Flugzeug immer prüfen, was du im Handgepäck mitführen darfst, welche Gewichtsgrenzen es gibt und welche Kosten ggf. anfallen. Achte darauf, dass sich die Regelungen von Airline zu Airline unterscheiden können. Dort findest du auch Übersichten, was beispielsweise weder in den Koffer noch ins Handgepäck darf.
Packen für Profis – Den Körper nutzen
Der Koffer ist voll und das Handgepäck ist ausgereizt – nun geht aber wirklich nichts mehr, oder? Nicht so vorschnell: Wenn es die Temperaturen zulassen, kannst du beispielsweise eine schwere Jacke, die in den Koffer sollte, schon direkt anziehen. Gleiches gilt für Stiefel oder andere Teile deiner Outfits.
Mit smartem Layering kannst du noch zusätzliche Kleidungsstücke am Körper statt im Koffer unterbringen. So, jetzt hast du aber wirklich jedes Ass gezogen und jeden Trick ausgereizt – und bist final bereit für deine Reise! Zahnbürste nicht vergessen und los!
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