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Shoe Fashion-Redakteur Björn Fry
Björn Fry
Lesedauer 4 Min
24. August 2026

Sportwäsche waschen – Wie du Sportkleidung richtig reinigst

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Perfekter Fit, schweißableitend und atmungsaktiv – die richtige Sportkleidung für dein Workout macht einen großen Unterschied. Doch 100 % Performance gibt es nicht schweißfrei – und müffelnde Outfits mag niemand.

Wir zeigen dir, wie du muffiger Sport- bzw. Funktionskleidung vorbeugen und deine Sportwäsche richtig waschen kannst.

Frau hockt vor Waschmaschine, legt Sportwäsche zum Waschen in Trommel
© KI-generierte Bildinhalte

Wichtige Basics gegen stinkende Sportkleidung

Wenn von „Sportwäsche“ die Rede ist, dann besteht diese meist – teilweise oder vollständig – aus Synthetikfasern wie Polyester und ist vor allem stark darin, Feuchtigkeit wie Schweiß schnell vom Körper abzutransportieren. Das wiederum sorgt für ein komfortables Feeling, auch bei langen und schweißtreibenden Workouts.

Synthetische Fasern wie Polyester oder Elastan unterscheiden sich in mehreren Punkten von Naturfasern wie etwa Baumwolle oder Leinen – daher hier unsere Quick-Tipps, die du zwingend bei der Wäsche deiner Sportkleidung berücksichtigen solltest.

Mehrere Sportwäsche-Stücke liegen gefaltet nebeneinander auf Boden
© KI-generierte Bildinhalte

Quick-Tipps gegen müffelnde Sportwäsche

  • Sportkleidung direkt nach dem Training lüften: Nach dem Training holst du deine Sportsachen direkt aus der Sporttasche und lässt sie auslüften. Das reduziert deutlich das Risiko für die Bildung von Schweißgeruch - auf keinen Fall alles zusammengeknüllt liegenlassen.

  • Nach Kleidung priorisieren: Was eng am Körper lag (Funktionsshirt + Sport-BH) sollte definitiv in die Wäsche - auch bei einmaligem Tragen. Ebenso solltest du konsequent deine Socken waschen und deine Sportschuhe direkt zum Lüften rausstellen, um stinkenden Schuhen vorzubeugen.

  • Kurze Handwäsche durchführen: Muss die Sportkleidung schnell wieder einsatzbereit sein oder reicht es nicht für eine Wäsche, kannst du leicht verschwitzte Teile auch mit lauwarmem Wasser ausspülen. In eiligen Fällen ist dies eine gute Frische-Option, zu der wir auch ab und zu greifen.

Wichtig: Bevor du deine Sportkleidung in die Wäsche gibst, solltest du in jedem Fall prüfen, wie genau das jeweilige Piece (Shorts / Funktionstop / Sport-BH) gewaschen werden darf. Denn gerade die Materialzusammensetzung spielt bei der Reinigung eine wesentliche Rolle. Die Angaben dazu findest du auf dem Pflegeetikett des Kleidungsstücks.

Deine Sportsachen waschen - Der Schritt-für-Schritt-Guide

Person steht an Tisch, sortiert Sport-Kleidungsstücke
© KI-generierte Bildinhalte

Sportkleidung auf Wäsche vorbereiten

Anhand der Informationen auf dem Wäscheschild solltest du nun deine Sportkleidung wie folgt vorsortieren:

  • „Reine“ Synthetik vs. Mischgewebe (Polyester-Elastan)

  • Sportkleidung vs. Alltagskleidung (Jeans etc.)

  • Helle Wäsche vs. dunkle Wäsche

Schließe danach alle Reißverschlüsse, Druckknöpfe und Co., damit sich während der Wäsche nichts verhakt und Schaden nimmt.

Drehe die Sport-Outfits anschließend auf links, damit etwa Aufdrucke / Logos in der Wäsche nicht zu stark strapaziert werden. Wir gehen gerne auf Nummer sicher und packen empfindliche Teile zusätzlich in einen Wäschesack.

Sportwäsche in der Trommel einer Waschmaschine, durch Bullauge
© KI-generierte Bildinhalte

Sportwäsche waschen: Welches Programm eignet sich?

Nutze für die Wäsche ein Sportprogramm, sofern deine Waschmaschine dies bietet. Andernfalls darf es auch ein Fein- oder Schonprogramm sein.

Der Schleudergang sollte maximal 600-800 Umdrehungen umfassen – wir lassen es schonend angehen.

Ziel ist es schließlich, unsere Sportwäsche so zu waschen, dass die Fasern – gerade auch durch die niedrigere Umdrehungszahl und damit geringere Reibung – möglichst wenig beansprucht werden.

Person stellt Temperatur an Waschmaschine ein
© KI-generierte Bildinhalte

Die richtige Temperatur für Sportkleidung

Wäsche, die Synthetikfasern enthält, verträgt in der Regel keine hohen Temperaturen. Starke Hitze führt dazu, dass die Fasern ihre Elastizität einbüßen und ihre Form verändern.

Für die Wäsche deiner Sportwäsche wählst du daher eine Temperatur von 30 °C. Abweichen solltest du davon nur, wenn das Material ausdrücklich für höhere Temperaturen ausgelegt ist – wir wollen ja nicht, dass die Fasern sich durch die Hitze zusammenziehen.

Wäschekorb voller Sportwäsche, mit Waschmittelflasche auf Stapel
© KI-generierte Bildinhalte

Welches ist das ideale Waschmittel für Sportkleidung?

Für die Wäsche nimmst du besser Flüssigwaschmittel statt Pulver – dieses verteilt sich in der Maschine besser und hinterlässt keine Rückstände. Idealerweise greifst du sogar zu einem Flüssigwaschmittel, das gezielt für Outdoor- und Funktionskleidung bestimmt ist.

Hast du solche speziellen Waschmittel nicht zur Hand, reicht auch ein handelsübliches Feinwaschmittel bei üblichen Verschmutzungen völlig aus.

Wichtig: Verwende auf keinen Fall Weichspüler! Dieser kann schon nach wenigen Wäschen dafür sorgen, dass die Fasern deiner Funktionskleidung verkleben – das war es dann mit der Atmungsaktivität.

Nach der Wäsche: Sportkleidung richtig trocknen

Nach der Reinigung geht es für deine Sportsachen auf die Wäscheleine – nicht in den Trockner. Die Kombination aus hohen Temperaturen und starker Rotation ist für die meisten Funktionsmaterialien ein enormer Stresstest, den du deiner Kleidung besser ersparst. Prüfe im Zweifel das Pflegeetikett und richte deine Trocken-Routine daran aus.

Ähnlich wie bei der Trocknung von Schuhen bist du mit der Lufttrocknung deiner Sport-Outfits aber garantiert auf der sicheren Seite. Ein zusätzlicher Vorteil: Eventuelle Beschichtungen der Kleidung (etwa gegen Regen) bleiben durch die schonende Trocknung zuverlässig erhalten – so bleiben deine Outfits fit für das nächste Outdoor-Workout. Achte aber bitte darauf, deine Sportsachen nicht in der prallen Sonne zu trocknen - hier nehmen die Fasern leicht Schaden.

Drei Stücke Sportkleidung hängen an Wäscheleine in Innenraum
© KI-generierte Bildinhalte

Sportwäsche stinkt trotz Waschen – Was kann ich tun?

Wir kennen das Szenario: Die Sportkleidung kommt (eigentlich) frisch aus der Wäsche und riecht trotzdem noch muffig. Das kann mehrere Gründe haben:

  • Wäsche zu lange in der Trommel: Lasse keine Kleidung in feucht-warmem Klima liegen - sonst bildet sich hier ein Biofilm

  • Waschmittel falsch dosiert: Zu viel Dreck und zu wenig Reinigungsmittel

  • Wäschetrommel zu voll: Wasser und Waschmittel konnten einzelne Kleidungsstücke nicht gut erreichen. Besser zu maximal zwei Dritteln füllen.

  • Rückstände im Gewebe: Schweiß und andere Flecken konnten bereits „einwirken“ – und sind nun wesentlich hartnäckiger

Prüfe einmal, was davon wohl auf deine Wäsche zutrifft. Wiederhole den Waschgang im Anschluss nochmal – eventuell auf zwei Wäschen verteilt. Und denke diesmal rechtzeitig daran, deine Sportkleidung zum Trocknen aufzuhängen. Damit kannst du stinkender Sportwäsche nach dem Waschen erfahrungsgemäß sehr gut entgegenwirken.

Wie oft sollte man Sportkleidung waschen?

Nach jedem intensiven Training (starkes Schwitzen) ist die Wäsche deiner Sportkleidung Pflicht - gerade bei allem, was eng am Körper anliegt. Bei sehr geringer Schweißbelastung sollten deine Sportsachen spätestens nach dem 2-3 Training in die Wäsche.

Wir gehen davon aus, dass du dich beim Training mindestens moderat angestrengt hast. In diesem Fall solltest du dein Outfit nach dem Sport per Hand waschen oder mindestens zum Lüften aufhängen, bevor es anschließend in die Maschinenwäsche geht.

Wir empfehlen dir, deine Sportwäsche regelmäßig zu waschen – keiner von uns will im Gym neben jemandem trainieren, der müffelt. Aber auch für deine Kleidung ist es gut, wie du ja bereits gelesen hast. Denn: Je regelmäßiger du deine Sportkleidung richtig wäschst, desto geringer die Chance, dass sich Schweiß – und der Geruch – tief im Gewebe festsetzt.

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