Emmys 2026: Die best und worst dressed Celebrities
Candy Colors, fließende Silhouetten, Kristalle en masse und jede Menge Old-Hollywood-Glamour: Die Emmys 2026 hatten modisch einiges zu bieten.
Doch nicht jeder Fashion-Moment verdient, nun, einen Award. Wir haben die Looks, Trends, Gewinner und wichtigsten Momente der Emmy-Nacht.
Was trugen die Stars zu den Emmys 2026?
Am 14. September 2026 war im Peacock Theater in Los Angeles wieder große Emmy-Nacht angesagt. Bei den 78. Emmy Awards führte Mariska Hargitay durch den Abend, gefeiert wurden unter anderem „The Pitt“, „Widow’s Bay“, „Pluribus“, „DTF St. Louis“ und „Hacks“.
Wir haben neben der Auszeichnung aber natürlich einen Extra-Blick auf den Red Carpet geworfen. Und der zeigte diesmal ziemlich klar, wohin die Fashion-Reise geht. Pistazie, Flieder, Rosé, zartes Blau: Der Emmy-Teppich sah streckenweise aus wie eine ziemlich luxuriöse Candy Bar. Pastell-Nuancen und Candy Colors bestimmten das Style-Bild. Dazu kam jede Menge Glitzer und Schimmer, mal über Pailletten, mal über Kristalle, Metallic-Effekte oder glänzende Stoffe.
Auch bei den Silhouetten zeichnete sich eine klare Richtung ab. Statt ausschließlich auf extrem körpernahe Roben zu setzen, kamen wieder mehr Bewegung und Leichtigkeit ins Spiel.
Fließende Stoffe, Drapierungen, Bias Cuts und Drop Waists sorgten für einen Hauch Retro-Glamour, Perlen und Art-déco-Details spielten zusätzlich mit dem Look vergangener Jahrzehnte. Kurz gesagt: Die Emmys 2026 waren soft in der Farbe, stark im Effekt.
Emmys 2026: Süßer wird’s nicht
Flieder-Liebe
Ein Kleid in Rosé und Flieder könnte schnell nach Zuckerwatte aussehen. Bei Florence Pugh passiert das nicht.
Vivienne Westwood bringt mit der Korsagenform Struktur hinein, während der Tüll an den Armen Bewegung schafft. Gerade dieser Gegensatz funktioniert: körpernah und voluminös, kontrolliert und verspielt.
Softe Schönheit
Pistazie gehört exakt in die Candy-Farbwelt des Abends. Elle Fanning brachte den Trend mit ihrer Ralph-Lauren-Robe auf den Teppich.
Bestickter Seidenchiffon sorgte zusätzlich für Schimmer, während die lange Fransenpartie Bewegung in den Look brachte.
Obwohl, wir wollen ehrlich sein, an diesem Detail blieben wir hängen – braucht das Kleid diesen zusätzlichen Effekt überhaupt?
Lila-Laune
Sarah Pidgeon wählte Chanel und Flieder. Ihre fließende Seidenrobe bekam durch eine drapierte Wasserfallpartie und ein Geflecht aus gold- und silberfarbenen Ketten, Kristallen, Perlen und lilafarbenen Details deutlich mehr Tiefe.
Ein Kleid irgendwo zwischen Old Hollywood, Schmuckstück und moderner Abendrobe.
Rosa Runde
Mehr Candy Color geht kaum: Kaley Cuoco setzte bei den Emmys auf zartes BABYrosa und traf damit einen der wichtigsten Farbtrends des Abends ziemlich genau.
Die bodenlange Robe kombiniert einen fließenden, plissierten Rock mit kurzen Puffärmeln, kleinen Cut-outs an den Seiten und feinen Verzierungen entlang von Ausschnitt und Ärmeln.
Besonders schön: Statt ihren Babybauch unter viel Stoff zu verstecken, wird er ganz selbstverständlich Teil der Silhouette.
Candy Crush
Kräftiges Pink statt leiser Pastellnote: Sarah Michelle Gellar brachte mit ihrer seidigen Robe sofort Farbe auf den Emmy-Carpet.
Der weich fallende Ausschnitt hielt den Look elegant, der bodenlange Schnitt angenehm clean. Für den nötigen Glow sorgten Diamanten und Weißgold von Gabriel & Co.
Emmys 2026: Glitzer, Glamour und Pastell
Glanz ohne Overload
Natürlich kann Zendaya Red Carpet. Die spannendere Frage lautet inzwischen eher: Wie macht sie es diesmal? Bei den Emmys trug sie Prada, transparenter grauer Tüll, auf dem die funkelnden Elemente umso stärker zur Geltung kamen.
Das Spiel aus Transparenz und Kristallen brachte den Glitzer-Trend des Abends ziemlich genau auf den Punkt.
Hallo Zwanziger
Joy Sunday ging noch deutlicher in Richtung Vintage-Glamour. Ihr weißes Dior-Kleid wurde von Jonathan Anderson entworfen und griff mit lockerem Schnitt, Art-déco-Perlenstickerei und tief sitzender Taille die Flapper-Silhouette der 1920er auf.
Ein Beispiel dafür, dass Glitzer nicht automatisch Disco heißen muss.
Gold-Glamour
Und Selena Gomez? Sie übersprang Silber und entschied sich gleich für Gold. Die Louis-Vuitton-Robe wirkte beinahe wie eine Rüstung, ergänzt durch Tiffany-&-Co.-Schmuck. Mehr Statement braucht ein Kleid kaum.
Welche Looks konnten bei der Emmy Verleihung 2026 nicht überzeugen?
Sicher ist sicher
Bei Nicole Kidman scheiden sich weniger die Geister als die Erwartungen.
Ihr weißes Bustierkleid wurde von Mathieu Blazy für Chanel entworfen. 46 Blumen aus Seidencrêpe, Seidenorganza und Raffia schmückten die Robe, dazu kamen Chanel Fine Jewelry und eine Omega-Uhr.
Handwerklich gibt es also wenig zu diskutieren. Trotzdem bleibt bei uns ein kleines „Da wäre noch mehr gegangen“. Die skulpturale Form funktioniert, Weiß funktioniert, die floralen Elemente bringen Textur – falsch ist daran wenig.
Aber gerade von Nicole Kidman hätte der Emmy-Teppich vielleicht einen Tick mehr Risiko vertragen. Ein guter Look also. Nur eben keiner, bei dem wir morgen noch hektisch nach Screenshots suchen.
Form vor Wow
Ähnlich geht es uns bei Claire Danes. Ihr One-Shoulder-Kleid aus fließendem platinfarbenem Seidensatin stammt aus der Herbst/Winter-Kollektion 2026 von Giorgio Armani Privé. Micro-Kristalle auf der Innenseite sorgten für zusätzlichen Schimmer, der Schmuck kam von Martin Katz.
Die klare, fast skulpturale Silhouette passt perfekt zu einem der großen Trends des Abends. Trotzdem bleibt ein Fragezeichen. Die Konstruktion zieht den Blick sofort an, doch danach passiert überraschend wenig.
Elegant? Ja. Interessant? Definitiv. Unser Lieblingslook? Nein.
Zu viele Ideen
Mut ist auf dem Red Carpet meistens eine gute Sache. Nur garantiert er noch keinen gelungenen Look.
Shailene Woodley erschien in Balenciaga Couture. Der Look setzt auf starke Kontraste: ein tief ausgeschnittenes blaues Oberteil trifft auf eine extrem funkelnde, weit geschnittene Hose und lange Handschuhe.
Jedes Teil möchte für sich ein Statement sein. Zusammen fehlt uns allerdings die Verbindung.
Emmy trifft Emmy
Nun… Megan Stalter nahm das Thema der Veranstaltung ausgesprochen wörtlich und erschien selbst als Emmy-Statue – komplett in Gold, mit Flügeln und einer überdimensionalen Emmy-Kugel.
Fashion? Eher Performance. Mehr bleibt dazu eigentlich nicht zu sagen… In Erinnerung bleibt der Look garantiert.
Quinta Brunson: Der Twist zu viel
Quinta Brunson trug ein cremefarbenes Satinkleid mit tiefem Ausschnitt und bewusst ausgefranst beziehungsweise dekonstruiert wirkenden Details.
Und genau dieser Effekt wird für uns zum Problem. Statt lässig und überraschend wirkt der Look an einigen Stellen unfertig, sogar kaputt.
Manchmal braucht ein gutes Satinkleid eben keinen zusätzlichen Twist.
Bei uns kein Treffer
Auch Keri Russell landet für uns bei den schwächeren Looks des Abends.
Bei einem Red Carpet voller klarer Farbideen, Glitzer, Drapierung und starken Silhouetten fehlt hier jener Moment, der einen Emmy-Look von einem einfach nur eleganten Abendlook unterscheidet.
Doch das größte Problem: das Kleid sitzt einfach nicht!
Wer waren die Gewinner bei den Emmys 2026?
Und was war sonst noch los?
Fashion war natürlich nicht die einzige Geschichte des Abends. Mariska Hargitay eröffnete die Show mit einer musikalischen Nummer.
Taylor Swift tauchte überraschend in einem vorproduzierten „Law & Order: SVU“-Sketch auf. Michael J. Fox erhielt den Bob Hope Humanitarian Award und wurde für sein Engagement gewürdigt.
Die Show erinnerte außerdem an Catherine O’Hara, Dolly Parton und Rob Reiner. Dazu kamen Wiedervereinigungen von „Charlie’s Angels“- und „Buffy the Vampire Slayer“-Stars.
Die großen Gewinner
Auch bei all dem Fashion-Talk: Am Ende werden die Emmys noch immer für Fernsehen vergeben.
„Widow’s Bay“ gewann Outstanding Comedy Series und holte insgesamt 14 Emmys. „The Pitt“ wurde als Outstanding Drama Series ausgezeichnet, „DTF St. Louis“ gewann die Kategorie Limited or Anthology Series und „The Traitors“ setzte sich bei den Reality-Competition-Formaten durch.
Jean Smart gewann für „Hacks“ erneut in der Comedy-Hauptdarstellerinnen-Kategorie. Matthew Rhys erhielt gleich zwei Auszeichnungen, für „Widow’s Bay“ und „The Beast in Me“.
Noah Wyle gewann als bester Drama-Hauptdarsteller für „The Pitt“, Rhea Seehorn als beste Drama-Hauptdarstellerin für „Pluribus“. Sally Field wurde für „Remarkably Bright Creatures“ ausgezeichnet.
Die Gewinner und Gewinnerinnen der Emmys 2026
Comedy
Kategorie | Gewinner |
|---|---|
Outstanding Comedy Series | „Widow’s Bay“ |
Outstanding Lead Actor in a Comedy Series | Matthew Rhys – „Widow’s Bay“ |
Outstanding Lead Actress in a Comedy Series | Jean Smart – „Hacks“ |
Outstanding Supporting Actor in a Comedy Series | Stephen Root – „Widow’s Bay“ |
Outstanding Supporting Actress in a Comedy Series | Kate O’Flynn – „Widow’s Bay“ |
Outstanding Writing for a Comedy Series | Katie Dippold – „Widow’s Bay“, Episode „Welcome to Widow’s Bay!“ |
Outstanding Directing for a Comedy Series | Hiro Murai – „Widow’s Bay“, Episode „Welcome to Widow’s Bay!“ |
Drama
Kategorie | Gewinner |
|---|---|
Outstanding Drama Series | „The Pitt“ |
Outstanding Lead Actor in a Drama Series | Noah Wyle – „The Pitt“ |
Outstanding Lead Actress in a Drama Series | Rhea Seehorn – „Pluribus“ |
Outstanding Supporting Actor in a Drama Series | Tom Pelphrey – „Task“ |
Outstanding Supporting Actress in a Drama Series | Allison Janney – „The Diplomat“ |
Outstanding Writing for a Drama Series | Vince Gilligan – „Pluribus“, Episode „We Is Us“ |
Outstanding Directing for a Drama Series | Saul Metzstein – „Slow Horses“, Episode „Scars“ |
Limited oder Anthology Series
Kategorie | Gewinner |
|---|---|
Outstanding Limited or Anthology Series | „DTF St. Louis“ |
Outstanding Lead Actor in a Limited or Anthology Series or Movie | Matthew Rhys – „The Beast in Me“ |
Outstanding Lead Actress in a Limited or Anthology Series or Movie | Sally Field – „Remarkably Bright Creatures“ |
Reality
Kategorie | Gewinner |
|---|---|
Outstanding Reality Competition Program | „The Traitors“ |
Variety
Kategorie | Gewinner |
|---|---|
Outstanding Variety Series | „The Late Show with Stephen Colbert“ |
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