home icon
Ann-Charlott Karsten
Shoe Fashion-Redakteurin Isabel Moss
Isabel Moss
Lesedauer 6 Min
1. September 2026

Kleidungsstil finden: Welche Fashion-Vibes passen wirklich zu dir?

Google Logo Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Mal minimalistisch, mal cozy, am nächsten Tag plötzlich Cowgirl – und trotzdem soll sich alles irgendwie nach dir anfühlen:

Den eigenen Kleidungsstil zu finden, heißt längst nicht, sich für genau eine Ästhetik zu entscheiden. Viel spannender ist die Frage: Welche Farben, Schnitte, Materialien und Vibes funktionieren für dich immer wieder?

Frau in cremefarbenem Mantel mit Pelzbesatz, passendem Rock, dunklem Schal und Stiefeln
© Harry Vorsteher

Kleidungsstil finden: So wird dein Kleiderschrank endlich richtig du

Tragen, was dir wirklich steht und was dir wirklich gefällt: Genau daraus entsteht nach und nach ein Style mit Wiedererkennungswert. Und ja, Trends dürfen dabei absolut mitspielen – solange du sie zu deinen machst.

Die Looks aus unserer Strecke zeigen ziemlich gut, wie unterschiedlich persönlicher Stil aussehen kann. Von flauschigem Faux-Fur über lässige Oversize-Silhouetten bis zum modernen Office-Look ist alles dabei. Perfekt also, um herauszufinden, welcher Fashion-Typ in dir steckt – oder welche Mischung daraus.

1. Kleidungsstil finden: Erst einmal beobachten statt aussortieren

Bevor du deinen Kleiderschrank radikal auf links drehst, lohnt sich ein kleiner Fashion-Check. Welche Teile greifst du automatisch, wenn morgens wenig Zeit ist? Welche Outfits speichern deine Freundinnen sofort unter „Das bist so du“ ab? Und was hängt zwar wunderschön im Schrank, kommt aber praktisch nie zum Einsatz?

Genau hier verstecken sich die ersten Hinweise auf deinen persönlichen Stil.

Vielleicht liebst du klare Silhouetten, brauchst aber immer ein auffälliges Accessoire. Vielleicht fühlst du dich in soften Stoffen am wohlsten, möchtest dabei aber trotzdem angezogen wirken. Persönlicher Style entsteht häufig aus solchen wiederkehrenden Mustern – nicht aus einer perfekt kuratierten Capsule Wardrobe über Nacht.

Frau im braunen Pelzmantel, grauem Midirock, braunen Stiefeletten und orangefarbener Sonnenbrille
© Harry Vorsteher

Faux-Fur-Fun: Für alle, die Statement lieben

Flauschig, auffällig und definitiv nicht nur für besondere Anlässe: Faux-Fur bringt diese Saison ordentlich Move in den Look. Vor allem als It-Bag, Schal oder Pulswärmer – die Pieces funktionieren besonders gut im Materialmix mit Satin oder Jacquard.

Aber auch als Kontrast zu sportlichen Sneaker Wedges. Die Kombi aus cozy und cool macht den Look so spannend.

Dein Style, deine Regeln: So findest du deinen Kleidungsstil

2. Finde heraus, welche Fashion-Vibes dich wirklich anziehen

Pinterest-Boards und Saved Posts sind hilfreich, aber noch spannender wird es, wenn du deine Lieblingslooks in kleine Style-Welten übersetzt. Welche davon würdest du nicht nur liken, sondern tatsächlich tragen?

Wenn dich Statement-Styles sofort catchen, darf dein Stil wahrscheinlich ein bisschen Drama vertragen. Das bedeutet allerdings nicht automatisch Fellmantel plus XXL-Bag plus Glitzer plus Statement-Schuh. Oft reicht ein auffälliges Piece als persönliche Signature. Ein flauschiger Schal zu Jeans und Sneaker oder eine Fur-Bag zum schlichten Mantel können schon genau die richtige Portion Extra liefern.

Style-Check: Du liebst ungewöhnliche Materialien, Kontraste und Pieces, über die man kurz zweimal hinschaut? Dann könnte „playful statement“ ziemlich gut zu deinem Stil passen.

Wenn du dich bei Looks zuhause fühlst, die warm und ruhig sind, hast du vermutlich ein Faible für Ton-in-Ton-Stylings, natürliche Nuancen und Pieces, die lange funktionieren. Dein Wiedererkennungswert entsteht dann weniger über knallige Farben und mehr über Material, Schnitt und eine konsequente Farbwelt.

Ein einfacher Trick, um genau das herauszufinden: Schau dir deine fünf liebsten Outfits an. Tauchen Beige, Braun, Grau, Navy oder Schwarz ständig wieder auf? Dann hast du deine persönliche Farb-DNA vielleicht längst gefunden.

Du willst gut aussehen, aber auf gar keinen Fall den ganzen Tag an deiner Kleidung herumzupfen? Sehr legit. Dann sollte Komfort kein Kompromiss in deinem Stil sein, sondern ein festes Kriterium. Der spannende Part liegt im Mix: Ein softer Strick trifft auf einen glänzenden Rock, ein weiter Mantel auf eine elegante Tasche oder ein feminines Kleid auf chunky Boots.

Genau solche Gegensätze verhindern, dass ein gemütlicher Look direkt nach Sofa aussieht – und sie sagen dir, dass Outifts mit dem Prädikat „Cozy“ genau das richtige für dich sind.

Vielleicht fühlst du dich ausgerechnet in Blazer, Loafern und weiter Stoffhose am lässigsten. Dann musst du Office-Pieces auch nach Feierabend nicht verabschieden. Style entsteht schließlich oft genau dann, wenn Kleidungsstücke aus ihrem klassischen Kontext herauskommen: Blazer zur Jeans, Anzughose zum Hoodie, Loafer zu Tennissocken.

Wenn solche Pieces ständig in deinen Looks auftauchen, könnte „relaxed tailoring“ eines deiner persönlichen Style-Codes sein.

Frau in stilvollem Outfit mit langem Schal und Stiefeln vor modernem Glasgebäude
© Harry Vorsteher

New Brown Era: Für alle, die es ruhig, aber spannend mögen

Von hellem Caramel bis zu sattem Espresso: Braun zeigt sich diese Saison in vielen Facetten. Die Farbe wirkt warm, hochwertig und lässt sich überraschend vielseitig stylen. Besonders spannend wird es, wenn unterschiedliche Texturen aufeinandertreffen.

Etwa Samt und Kunstleder. Unser Styling-Tipp: Für ein harmonisches Gesamtkonzept alle Accessoires wie Handschuhe, Bag und Shark Boots farblich aufeinander abstimmen.

Style-Match gesucht: So findest du deinen ganz eigenen Look

3. Achte darauf, welche Silhouetten sich nach dir anfühlen

Farben und Trends sind nur die halbe Story. Mindestens genauso wichtig ist die Silhouette. Manche fühlen sich in körpernahen Looks sofort stark, andere brauchen Volumen und Bewegung, um sich wirklich wohlzufühlen. Beides kann genauso stylish aussehen.

Wenn du weite Hosen, Oversize-Jacken und fließende Stoffe ständig wieder aus dem Schrank ziehst, ist das vermutlich mehr als eine Trendphase. Dann gehört Volumen zu deiner persönlichen Styling-Sprache.

Wichtig ist nur die Balance: Mehrere weite Pieces können super zusammen funktionieren, wenn Details den Look strukturieren. Eine kompakte Bag, ein definierter Schuh oder bewusst sichtbare Handgelenke schaffen optische Fixpunkte. So bleibt die Silhouette lässig, wirkt aber trotzdem durchdacht.

Frau in extravagantem Fashion-Look mit Fellmantel, Ledershorts und Boots
© Harry Vorsteher

Cozy Couture: Für alle, die Komfort niemals opfern

Gemütlichkeit und Glamour schließen sich längst nicht mehr aus. Weiche, fließende Stoffe und kuschelige Materialien treffen auf elegante Schnitte und Hingucker-Pieces.

So entstehen Looks, die bequem genug für den Alltag sind und gleichzeitig so angezogen wirken, dass man direkt vom Schreibtisch zum Dinner gehen könnte. Wir lieben den Mix aus Metallic-Skirt und cozy Boots einfach sehr!

Dein Fashion-Code: So entwickelst du einen eigenen Kleidungsstil

4. Frag dich nicht nur: „Was gefällt mir?“ – sondern auch: „Wie lebe ich?“

Der schönste Kleidungsstil bringt wenig, wenn er nicht zu deinem Alltag passt. Wer morgens mit dem Rad ins Office fährt, anschließend Dinner-Pläne hat und zwischendurch durch die halbe Stadt läuft, braucht andere Lieblingspieces als jemand, dessen Alltag völlig anders aussieht.

Darum gehört zur Style-Suche auch ein kleiner Reality-Check: Wie oft brauchst du elegante Looks? Wie wichtig sind bequeme Schuhe? Welche Taschen funktionieren wirklich für deinen Alltag? Und wie viel Zeit möchtest du morgens überhaupt mit Styling verbringen?

Beiger Oversize-Look mit glänzender Hose und kniehohen Stiefeln vor moderner Architektur
© Harry Vorsteher

The Loose Edit: Für Team Bewegungsfreiheit

Der slouchy Trend setzt auf Bewegungsfreiheit, pures Movement. Und das zeigt sich auch in den einzelnen Pieces, aus denen sich der Look zusammensetzt: Coole Blousons, gemütliche Oversize-Schals und weite, fließende Hosen werden easy miteinander kombiniert.

Um den Style zu komplettieren, einfach slouchy Stiefeletten ergänzen.

Von Outfit-Chaos zu Signature Look: So findest du deinen Stil

5. Deine Lieblingsfarben können zum roten Faden werden

Ein eigener Kleidungsstil muss nicht bedeuten, dass du jeden Tag dieselbe Uniform trägst. Wiederkehrende Farben können völlig ausreichen, um ganz unterschiedliche Outfits miteinander zu verbinden.

Akzentfarben wie Butter Yellow oder Burgundy sind perfekt, wenn du deinen Stil noch suchst. Statt plötzlich den kompletten Kleiderschrank auf eine neue Farbpalette umzustellen, kannst du testen, welche Nuancen immer wieder mit deinen Basics funktionieren. Rot, Dunkelgrün, Candy Colors, Kobaltblau oder vielleicht doch Power Pink?

Wenn eine Farbe regelmäßig in Schuhen, Taschen, Pullovern oder Accessoires auftaucht, wird sie irgendwann automatisch Teil deiner persönlichen Fashion-Handschrift.

Rosafarbener Oversize-Mantel, dunkelblaues Midikleid und burgunderfarbene Söckchen mit glänzenden Pumps auf Betontreppen
© Harry Vorsteher

Burgundy Crush

Dunkelrot verleiht jedem Look eine edle Note und bringt Farbe, auch in die kalte Jahreszeit. Die herbstliche, elegante Rotnuance sorgt in Form von Slingpumps und It-Bags für einen stilvollen Hingucker im Outfit.

Sie funktioniert beispielsweise super als unaufgeregter Farbakzent in Kombi mit Nude und Navy – ein echtes Multitalent!

6. Trends testen – aber durch deinen eigenen Filter

Western, Preppy, Y2K, Minimalism, Officecore: TikTok kann uns gefühlt jede Woche eine neue Persönlichkeit verpassen. Spaß macht das trotzdem – solange du nicht bei jedem Trend das komplette Styling-Paket übernehmen musst.

Der entscheidende Trick beim Entwickeln des eigenen Stils: Pick dir aus einem Trend genau das heraus, was ohnehin zu dir passt. Du liebst romantische Kleider? Dann kombinierst du sie vielleicht mit Western Boots. Dein Kleiderschrank besteht hauptsächlich aus Denim? Noch einfacher. Du bist eigentlich eher minimalistisch unterwegs? Dann kann ein Gürtel mit Western-Schnalle schon genug sein.

So sieht ein Trend am Ende nach dir aus – und nicht nach einem Copy-and-paste-Outfit aus dem Feed.

Kariertes Midikleid mit fließendem Rock, cremefarbenem Lammfell-Gilet, hellen Stiefeletten und großer Fransentasche
© Harry Vorsteher

Cowgirl-Chic: So machst du einen Trend zu deinem

Cowboy Boots, Bandanas und Fransen-Details bringen echtes Wild-West-Feeling in unsere Alltagslooks.

Ob cool zur Jeans oder als Stilbruch zum femininen Kleid – Cowboy Boots sind das Trend-Piece der Saison und verleihen jedem Outfit eine Extraportion Attitude.

Unser Tipp: Für das Extra-Movement einfach einen luftigen Karorock zu den neuen Boots stylen.

Kleidungsstil finden leicht gemacht: Diese Tricks helfen wirklich

7. Entwickle deine persönlichen Style-Codes

Jetzt wird’s interessant: Welche drei bis fünf Dinge tauchen in deinen Lieblingslooks immer wieder auf? Genau daraus lassen sich deine Style-Codes bauen. Das können bestimmte Farben sein, aber genauso Silhouetten, Materialien oder Accessoires.

Zum Beispiel:

  • Weite Hosen + kurze Jacken + auffällige Schuhe.

  • Ton-in-Ton + unterschiedliche Texturen + große Taschen.

  • Feminine Röcke + lässige Strickteile + Boots.

  • Blazer + Denim + Loafer.

  • Schlichte Basics + ein auffälliges Statement-Piece.

Diese kleinen Formeln sind Gold wert, wenn morgens die Outfit-Ideen fehlen. Statt jedes Mal bei null anzufangen, variierst du einfach deine persönliche Kombi.

Modernes Streetstyle-Outfit mit langem kariertem Mantel, lässiger Silhouette und markanten Loafern
© Harry Vorsteher

Back to Business: Wenn polished dein Comfort Look ist

Der Office-Look war noch nie so alltagstauglich, unkompliziert und on point wie in dieser Saison. Klassische Blazer, elegante Hosen und Oversize-Trenchcoats treffen auf XL-Brillen und lässige Tassel Loafer.

Dieser Business-Style ist perfekt für alle, die im Büro stilvoll auftreten wollen – aber Achtung: Echte Fashionistas tragen Office-Wear auch in der Freizeit. We love!

8. Mach den Drei-Outfit-Test

Noch unsicher, ob ein Piece wirklich zu deinem Stil gehört? Dann probier den Drei-Outfit-Test: Bevor etwas Neues einzieht, überleg dir drei Outfits mit Teilen, die du bereits besitzt. Fallen dir sofort Kombinationen ein? Jackpot. Musst du gedanklich erst noch Schuhe, Tasche und drei passende Oberteile dazukaufen, ist das vermeintliche Must-have vielleicht doch eher ein kurzer Fashion-Crush.

Das macht deinen Kleiderschrank mit der Zeit automatisch stimmiger – und gleichzeitig vielseitiger.

Und vielleicht der wichtigste Punkt von allen: Du musst deinen Stil nicht ein für alle Mal „finden“. Mode verändert sich, du veränderst dich und dein Alltag sowieso. Was sich mit 20 nach dir angefühlt hat, kann fünf Jahre später komplett anders aussehen.

Der rote Faden bleibt trotzdem. Vielleicht wird aus Sneakern irgendwann ein Loafer, aus der Mini-Bag eine riesige Tote und aus deinem All-black-Look plötzlich ein Faible für Espresso Brown. Genau diese Entwicklung macht persönlichen Stil interessant.

Zum Seitenanfang